Sa, 18. August 2018

Von Polizei gestoppt

04.09.2008 09:01

Lkw-Fahrer auf A13 73 km/h zu schnell unterwegs

Eine "rollende Bombe" haben in der Nacht auf Mittwoch Polizisten auf der Tiroler Brennerautobahn aus dem Verkehr gezogen. Bei Plon, wo wegen des gefährlichen Gefälles für Lkw Tempo 40 gilt, raste ein Italiener mit 113 km/h an ihnen vorbei. Er wurde gestoppt, der Alkoholtest ergab dann 1,26 Promille im Blut...

Der 23-jährige Italiener war mit seinem 38-Tonnen-Auto in Richtung Innsbruck unterwegs. Dort, wo wegen etlicher Unfälle Tempo 40 für Lkw verordnet worden war, ließ er das Sattelfahrzeug vermutlich im Leerlauf hinunter donnern. Am Autobahnparkplatz Berger Alm hielten ihn die Polizisten, die mit Laser die hohe Geschwindigkeit von 113 km/h gemessen hatten, auf.

Fahrverbot in Österreich wahrscheinlich
Ein Alkoholtest ergab 1,26 Promille: Dem Lenker wurde der Führerschein sofort abgenommen, zudem musste er eine Sicherheitsleistung von 1.700 Euro hinterlegen. Er blieb beim Lkw, das gestern von einem Ersatzfahrer der Firma abgeholt wurde. Mit ziemlicher Sicherheit wird über den Raser ein Fahrverbot in Österreich verhängt.

"Das ist mörderisch"
"Was dieser Mann gemacht hat, ist mörderisch", sagt Oberst Gerhard Holzknecht von der Verkehrspolizei Tirol: "Zu hohes Tempo von Lkw-Fahrern, die bergab unterwegs waren, haben uns in der Vergangenheit schon viele schwere Unfälle mit Todesopfern beschert. Genau aus diesem Grund wurden auf der Brennerautobahn bei Plon, bei Schönberg und von der Europabrücke nach Innsbruck-Süd die Beschränkungen von 40 km/h verhängt."

Holzknecht sieht in diesem Vorfall eine "echte Ausnahme", denn der Großteil der Lkw-Fahrer sei gesetzeskonform unterwegs: "Sie können gar nicht schneller fahren als die erlaubten 80 km/h, weil dies ein Geschwindigkeitsregler im Lastwagen verhindert. Im konkreten Fall war die Raserei nur möglich, weil der Lenker vermutlich im Leerlauf rollte." Auch Alkohol (für Lkw-Fahrer gilt 0,1 Promille) sei kein Thema. Aber: "Wenn einer getrunken hat, liegen die Werte oft deutlich über 1,0 Promille."

von Günther Krauthackl, Kronen Zeitung

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