Vor 16.700 Zuschauern im Klagenfurter EM-Stadion entwickelte sich von Beginn an eine flotte Partie, in der jeweils in der 4. Minute Zickler für Salzburg und Bukva für die Gastgeber erste Warnschüsse abgaben. Zwei Minuten später zog sich Schiedsrichter Schörgenhofer den Unmut der Gäste zu, als er einem Kopfball-Treffer von Janko wegen eines angeblich vorangegangenen Foulspiels an Riedl die Anerkennung versagte. "Die Entscheidung war richtig, Janko hat mich mit den Händen hinuntergedrückt", beteuerte Riedl in der Pause.
Der Deutsche wurde von Trainer Schinkels bei den Klagenfurtern als Libero hinter einer Dreierkette aufgeboten, Schinkels' Landsmann Adriaanse wiederum setzte auf ein für ihn eher untypisches 4-4-2-System, dem allerdings über weite Strecken die Durchschlagskraft fehlte. Zwar traf Tchoyi in der 19. Minute die Stange und schoss Jezek nach optimaler Vorlage des wiedergenesenen Zickler Kärnten-Goalie Schranz genau in die Hände, doch auch die Hausherren kamen vor allem durch Adi zu ihren Chancen.
Siegestor knapp vor der Pause
In der 28. Minute zog der Brasilianer nach einem Fehler des gemeinsam mit Aufhauser im zentralen Mittelfeld eingesetzten Leitgeb in Richtung Salzburg-Tor, sein Schuss wurde aber von Boussaidi abgeblockt. 13 Minuten später scheiterte Adi nach Ideal-Vorlage von Weber noch am "Bullen"-Schlussmann Ochs, unmittelbar vor der Pause aber machte es der Angreifer nach sehenswertem Doppelpass mit Junuzovic besser und ließ dem Keeper mit einem Schuss ins lange Eck keine Chance.
Nach der Pause kam der Vizemeister mit deutlich mehr Elan aus der Kabine und wurde in der 52. Minute erstmals gefährlich, ein Drehschuss von Janko landete allerdings genau in den Armen von Schranz. Während die Kärntner in der zweiten Hälfte mit Ausnahme eines Wolf-Schusses, der das Lattenkreuz streifte (83.), keine einzige nennenswerte Torszene mehr verzeichneten, waren die Salzburger die letzten gut 30 Minuten deutlich überlegen. Mehr als Kopfbälle durch Janko (71.), Sekagya (71.), den eingewechselten Nelisse (73.) und Zickler (80.), die allesamt ihr Ziel verfehlten, schauten aber nicht mehr heraus.
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