Trotz der Blamage in der Champions-League-Quali setzte Rapid-Coach Peter Pacult bis auf den verletzten Hoffer auf dieselben Akteure. Für den Teamstürmer lief erstmals von Beginn an der Kroate Jelavic (1,88 m) ein, der mit Maierhofer (2,02 m) das insgesamt 3,90 m hohe Sturmduo bildete. Bereits in den ersten Spielminuten machten beide Angreifer auf sich aufmerksam, Jelavic (5.) scheiterte nach Hofmann-Pass jedoch an Kapfenberg-Torhüter Eisl, Maierhofer (6.) setzte einen Kopfball über das Gehäuse.
Aus einem anderen Grund als Rapid lief auch Kapfenberg nach dem 1:1 gegen Salzburg bis auf den gesperrten Schellander unverändert aufs Feld, die Steirer verdankten ihre besten Szenen aber in erster Linie Rapid-Goalie Koch. Der Deutsche rettete Rapid mit seiner besten Szene gegen Kozelsky (42.) zwar das 1:0, strahlte aber vor allem bei hohen Bällen alles andere als Sicherheit aus. Ein vom Deutschen falsch berechneter Lienhart-Freistoß (10.) klatschte an die Stange, ein Irrflug Kochs nach einem Eckball blieb von Taboga (22.) ungenutzt.
Kapitän Hofmann erzielt das Führungstor
Die Hütteldorfer, deren Fans vor dem Spiel via Transparent "Come on Rapid" gefordert hatten, verdankten ihre Führung einer Einzelaktion ihres Kapitäns. Von den Gegenspielern sträflich vernachlässigt zog Hofmann aus über 20 Meter ab, Eisl ließ den nicht unhaltbaren Schuss passieren. Der emotionale Torjubel des Regisseurs, der ebenso wie seine Mitspieler von den mitgereisten Fans auf Zypern noch unsanft verabschiedet worden war, sprach Bände.
Die nach dem Rückstand zu mehr Offensive gezwungen Kapfenberger, die den verletzten Verteidiger Rauscher nach einem Zusammenstoß nach der Pause ersetzen mussten, boten Rapid im Gegenstoß mehr Räume. Kulovits (51.) wurde im letzten Moment noch von Osoinik abgedrängt, ein Katzer-Tor (62.) wurde von Schiedsrichter Schörgenhofer wegen einer Abseitsstellung von Maierhofer aberkannt. Ein weiterer Fernschuss ebnete dem Meister schließlich den Sieg.
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