Vorerst stand noch nicht fest, ob Anklage erhoben bzw. welches Delikt Hütthaler bei einem möglichen Prozess zur Last gelegt werde. Der zu ermittelnde Sachverhalt werde zunächst einer rechtlichen Beurteilung zugeführt, erläuterte Habitzl. Daraus würden weitere Entscheidungen resultieren. Wie lange die Ermittlungen in dem Fall in Anspruch nehmen werden, war laut Habitzl noch nicht bekannt.
Die unter Dopingverdacht stehende Triathletin soll am 20. Mai, als sie im WADA-Labor in Seibersdorf der Öffnung ihrer B-Probe beiwohnte, versucht haben, eine Mitarbeiterin des Labors mit 20.000 Euro zu bestechen. Unmittelbar nach dem Vorfall habe die betroffene Seibersdorf-Mitarbeiterin ihren Chef Günter Gmeiner in Kenntnis gesetzt. Der habe den Fall dann an das Österreichische Anti-Doping-Komitee ÖADC weitergeleitet.
"Fall Hütthaler" soll rasch erledigt werden
Sport-Staatssekretär Reinhold Lopatka legt vor allem Wert darauf, dass das Strafverfahren im "Fall Hütthaler" recht rasch über die Bühne geht: "Hoffentlich geht das schneller als bei Humanplasma. Das ist ja noch unerledigt." Ansonsten sieht der Politiker aber keinen Unterschied zu jedem anderen Gerichtsverfahren: "Wenn die Causa so ist, ist sie wie jeder andere Gerichtsfall zu sehen."
Was den Dopingfall betrifft, sei es Sache des zuständigen Verbandes, entsprechende Konsequenzen zu setzen. Dies daher, da der Fall noch vor dem 1. Juli aufkam. Erst für die Zeit danach ist die neue Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) zuständig. Von Triathlon-Verbands-Generalsekretär Herwig Grabner hieß es dazu am Mittwoch "kein Kommentar".
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