Der volle Titel Peter Salchers (10. August 1848 bis 4. 10. 1928) lautete "Marineakademieprofessor und k.u.k. Hofrat Dr. phil.". Der Schauplatz seiner bahnbrechenden Experimente war die Marineakademie in Fiume, dem heutigen Rijeka. Dort erforschte der Kärntner Physiker die Gesetzmäßigkeiten jenseits der Schallmauer, einer bis dahin als undurchdringbar geltenden Grenze.
Bahnbrechende Experimente
Dazu nutzte er auch die bescheidenen Möglichkeiten der Fotografie auf einmalige Weise. "1886 nahm Salcher ein Projektil auf, das sich mit Überschall durch die Luft bewegt und dabei eine Stoßwelle hoher Energiedichte erzeugt", erzählt Günther Salcher aus Hermagor. Der berühmte Physiker war ein Cousin seines Großvater.
Grundstein für Überschall-Flugzeuge gelegt
Schon ein Jahr später konstruierte der k.u.k. Hofrat in Fiume den weltweit ersten Windkanal zur Erzeugung von Überschallströmungen. Damit legte er den Grundstein für die sechs Jahrzehnte später am Himmel auftauchenden Überschall-Flugzeuge und Raketen. Peter Salcher und Ernst Mach, nach dem dann die Einheit für die Schallgeschwindigkeit benannt wurde, tauschten insgesamt weit über 300 Briefe aus. Mach lehrte zu dieser Zeit an der Deutschen Universität von Prag.
Röntgenaufnahmen
Der vielseitige Peter Salcher fertigte auch die ersten Röntgenaufnahmen in Südosteuropa an. Zu diesem Zweck bestrahlte er die Hände der Baronin Vranyczany.
Am Freitag, um 18 Uhr wird am Geburtshaus Salchers, "Auf der Eben", dem ehemaligen Schulgebäude der Kreuzen, eine Gedenktafel enthüllt.
von Fritz Kimeswenger/Kärntner Krone
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