"Prognosen über ganze Monate hinweg wagen wir erst seit wenigen Jahren und sie sind - zugegebenermaßen - noch relativ fehleranfällig", räumte Herbert Gmoser, Chefmeteorologe der ZAMG am Mittwoch ein. "Trotzdem haben die vielen tausenden Fußballfans aus ganz Europa gute Gründe sich auf das Wetter in Österreich zu freuen - der Juni sollte sie sogar ganz schön ins Schwitzen bringen."
Der neueste Lauf des Jahreszeitvorhersagemodells am Europäischen Wetterzentrum (ECMWF) - an dem auch die ZAMG beteiligt ist - zeigt ein eindeutiges Signal: Im Durchschnitt soll es im gesamten Juni wärmer werden als normal. Das bedeutet: Eine Reihe von möglicherweise kühlen Tagen müsste von einer Reihe sehr heißer Tage überkompensiert werden, damit der Juni unter dem Strich tatsächlich überdurchschnittlich warm wird, oder - genauso möglich: Der Juni wird einfach nur das "Sommermärchen", wie 2006, als es in Mitteleuropa ungewöhnlich warm und trocken war.
Eher trocken als feucht
Auch zum Regen machte die neueste Prognose eine vorsichtige Aussage: Die Mengen sollten im normalen Schwankungsbereich liegen. "Sollte die Regenvorhersage danebenliegen, dann - so zeigen unsere Indikatoren - ist es mit größerer Wahrscheinlichkeit eher trockener als feuchter - auch das wird vermutlich viele freuen", so Gmoser.
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