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25.02.2017 - 09:15
Foto: US Air Force, thinkstockphotos.de / Video: Boeing

Unbemanntes Shuttle X- 37B seit 600 Tagen im All

14.01.2017, 07:01

Bereits seit über 600 Tagen kreist ein unbemannter US- Raumgleiter namens X- 37B, von dem in der Öffentlichkeit niemand weiß, welchem Zweck er dient, um die Erde. Auch darüber, wann der mittlerweile vierte Langzeit- Testflug des Mini- Shuttles enden wird, hüllt sich die US Air Force in Schweigen. Am längsten dauerte bislang der dritte Flug von X- 37B, der nach 675 Tagen (Landung im Video) endete.

Seit dem Mai 2015 umrundet das Shuttle X- 37B im Rahmen seiner vierten Geheimmission die Erde. Wie schon bei den ersten drei Flügen hüllt sich das US- Militär über den genauen Zweck und die Dauer der Mission des "Orbital Test Vehicle" (kurz OTV) in Schweigen. Top secret ist auch, wann und wo das Raumfahrzeug wieder landen wird - die ersten drei Flüge endeten jeweils auf der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien.

Foto: US Air Force, thinkstockphotos.de
Künstlerische Illustration: X-37B mit ausgeklapptem Sonnensegel und offener Ladeklappe
Foto: NASA/MSFC

Von Cape Canaveral aus gestartet

Der "Orbital Test Vehicle 4" (kurz OTV- 4) getaufte Mini- Raumgleiter war am 20. Mai 2015 um 17.05 Uhr MESZ an Bord einer "Atlas V"- Rakete vom militärischen Teil des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral im US- Bundesstaat Florida ins All abgehoben.

Der Start von X-37B an Bord einer "Altas V"-Rakete
Foto: United Launch Alliance

Das knapp fünf Tonnen schwere Raumfahrzeug ist nur 8,8 Meter lang, hat eine Flügelspannweite von 4,6 Metern und soll die Erde in rund 900 Kilometern Höhe umkreisen. Experten, die die Bahn des kleinen Shuttles verfolgen, berichten aber, dass es auf einem wesentlich niedrigeren Orbit - nämlich in nur 312 bis 325 Kilometern Höhe - unterwegs sein dürfte. Seine Energie bezieht das unbemannte Raumfahrzeug, von dem zwei Exemplare existieren, aus Batterien sowie über ein ausklappbares Sonnensegel.

Das Mini-Shuttle X-37B nach der Landung am 17. Oktober 2014
Foto: Boeing
Der Raumgleiter X-37B nach der Landung im Jahr 2010
Foto: US Air Force/Michael Stonecypher

Spekulationen über Tests für Waffensystem

Bislang hat die US- Luftwaffe jeweils nur über Starts und Landungen der OTVs berichtet. Zum Zweck der Missionen hieß es lediglich, es würden neue Technologien im Weltraum erprobt. Das Schweigen der Militärs hat Spekulationen genährt, das Shuttle im Miniformat sei vielleicht der Vorläufer eines neuartigen Waffensystems im Orbit, das die USA in die Lage versetzen soll, in Krisenfällen rasch zu reagieren.

Redakteur
Wilhelm Eder
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