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07.12.2016 - 13:28
Yamato Tanooka (kl. Bild) wurde unverletzt wiedergefunden.
Foto: APA/AFP/JIJI PRESS, ASSOCIATED PRESS

Japan: Ausgesetzter Bub überlebt 7 Tage im Wald

03.06.2016, 08:18

Ein siebenjähriger Bub ist von seinen Eltern in Japan zur Bestrafung alleine im Wald zurückgelassen und erst nach einer Woche intensiver Suche gefunden worden. Der äußerlich unverletzte Bub sei am Freitag auf einem Militärgelände auf der nördlichen Insel Hokkaido entdeckt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. In der Wildnis hatte er offenbar in einer Hütte mit Wasseranschluss Unterschlupf gefunden. Der Fall hatte Japan tagelang in Atem gehalten.

Seit Samstag war der Bub in einem bergigen und von wilden Bären bewohnten Wald auf Hokkaido vermisst gewesen. Schließlich sei er von einem Soldaten entdeckt und mit einem Hubschrauber zu Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. "Es gab keine erkennbaren Verletzungen, und er hat sich als Yamato Tanooka vorgestellt", sagte ein Polizeisprecher. "Er wirkte gesund."

In dieser Hütte fand Yamato einen Unterschlupf.
Foto: APA/AFP/JIJI PRESS

Vater entschuldigte sich wegen "Überreaktion"

Medienberichten zufolge hatte der Bub in einem Unterschlupf in einer Hütte Zugang zu Trinkwasser, allerdings sei er sehr hungrig gewesen. Als der Soldat ihn fand, habe der Bub als erstes nach Essen gefragt, berichtete der TV- Sender NHK. Im Krankenhaus traf der Siebenjährige dann seine Eltern wieder. Der Vater entschuldigte sich dort vor Reportern. Mit seiner "Überreaktion" habe er seinem Sohn eine "schmerzhafte Zeit" bereitet, so der reumütige Mann. "Das erste, was ich meinem Sohn gesagt habe, war: 'Es tut mir so leid, dass du all das wegen mir durchmachen musstest'."

Yamatos Vater entschuldigte sich in aller Öffentlichkeit für die "Überreaktion".
Foto: APA/AFP/JIJI PRESS

Eltern meldeten zunächst "Verschwinden" des Sohnes

Die Eltern hatten am Wochenende zunächst bei der Polizei angegeben, ihr Sohn sei "verschwunden", als die Familie gemeinsam wandern gewesen sei. Später gaben sie zu, den Buben zur Bestrafung in dem Wald zurückgelassen zu haben, weil er Steine auf Autos und Menschen geworfen habe. Sie seien aber nur etwa 500 Meter mit dem Auto weggefahren und dann sofort umgekehrt. Der Kleine, der weder etwas zu essen noch etwas zu trinken dabei hatte, sei da aber schon verschwunden gewesen.

Japanische Medien berichteten rund um die Uhr über die Suche nach Yamato.
Foto: APA/AFP/KAZUHIRO NOGI

03.06.2016, 08:18
AG/red
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