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23.03.2017 - 16:00
Foto: thinkstockphotos.de (Symbolbild)

Tierheim zieht Bilanz: Silvester auf Kosten der Tiere

03.01.2013, 12:01
Über die Feiertage wurden auch dieses Jahr Tausende Raketen und Knallkörper gezündet. Der für Tiere belastende Lärm beginnt in vielen Orten bereits an den Weihnachtsfeiertagen und dauert auch im neuen Jahr noch an. Im Tierheim der Pfotenhilfe Lochen wurden die negativen Auswirkungen von Silvesterkrachern auf Tiere auch heuer wieder deutlich.

In den Stallungen der Pfotenhilfe Lochen musste das Personal in der Silvesternacht das Licht brennen lassen, um die schreckhaften
Pferde nicht durch die plötzlichen Lichteinflüsse zu verstören. "Die
Tierpfleger mussten morgens dreimal mehr Pferdeäpfel in den Boxen entfernen als an anderen Tagen. Daran erkennt man, wie
gestresst die Tiere waren", berichtet Johanna Stadler,
Geschäftsführerin des Tierschutzvereins.

"Tiere zuckten bei jedem Schuss zusammen"

Auch die Hunde und Katzen, die in der Pfotenhilfe Lochen betreut
werden, seien während des Jahreswechsels besonders ängstlich gewesen, so Stadler: "Einige zuckten bei jedem Schuss zusammen und die Pfleger mussten versuchen, den Tieren möglichst viel Geborgenheit zu vermitteln, um sie so zu beruhigen." In den vergangenen Tagen wurden auch besonders viele Fundtiere in die Pfotenhilfe Lochen gebracht. Viele sind wohl aus Angst vor den lauten Raketen weggelaufen und wurden panisch und verstört gefunden.

Zahlreiche entlaufene und ausgesetzte Vierbeiner

"Erst gestern wurde uns ein Rottweilermischling gebracht, der verängstigt vor der Haustür einer Dame saß. Leider ist die Hündin nicht gechipt, wir hoffen aber, dass sich die Besitzer bald melden", so Stadler. Einige der ausgesetzten Tiere könnten aber auch Weihnachtsgeschenke gewesen sein, die nach den Feiertagen doch zu viel Arbeit wurden - denn jedes Jahr gibt es genügend Menschen, die unüberlegt Tiere verschenken.

Appell: "Gassi gehen statt Feuerwerkskörper"

Der Verein Pfotenhilfe appelliert daher an alle Menschen, bei
Neujahrsvorsätzen nicht nur an sich, sondern auch an Umwelt und Tiere zu denken. "Beim Kauf von Feuerwerkskörpern sollte man nachdenken, was man Tieren damit antut. Es gibt genügend beinahe lautlose Raketen, die meistens auch billiger sind. Wer Abwechslung vom Alltag braucht, könnte als Neujahrsvorsatz beispielsweise mit Hunden aus dem Tierschutz Gassi gehen. Das begeistert auch Kinder, und anstatt die Ersparnisse für Knaller auszugeben, kann so Geld und Tierleid gespart werden", schließt Stadler.

03.01.2013, 12:01
red
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