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11.12.2016 - 01:45

In diesem Hotel können Gäste per Kunststück zahlen

18.12.2009, 10:39
Jeder, der will, kann mitten in Stuttgart umsonst übernachten. Gibt's nicht? Gibt's doch! Im Osten der Stadt hat ein "Performance Hotel" eröffnet. Jeder Gast, der bereit ist, eine künstlerische Darbietung zu zeigen, darf sich ohne Griff in den Geldbeutel ein lauschiges Plätzchen suchen - auf einer Matratze oder einer Isomatte.

Was den Besucher erwartet, ist eine Art Kunstwerk. Und das soll es auch sein: Susanne Jakob von der Kunstakademie Stuttgart hat ihren Studenten mit dem Haus für ein Jahr einen Projektraum zur Verfügung gestellt, eine Art Basis- Station zum Diskutieren und Üben, wie "Hoteldirektor" Byung Chul Kim erklärt. Die Kosten trägt die Akademie, das Ganze ist Teil des sogenannten Projekts Distrikt Ost: Kunststudenten erkunden den Stuttgarter Osten.

Das baufällige Haus wurde von Studenten ausgemistet und geputzt, die Fassade von einem Designer mit bunten Landkarten und Kalenderblättern tapeziert. Die wenigen Möbel hat sich Kim zusammengesucht oder von Nachbarn geschenkt bekommen. Besonders stolz ist er auf seinen "Wellnessbereich" im Freien: eine alte Badewanne im zugewachsenen Garten.

Zur Not wird auch Putzen zur Kunst erhoben

Im Erdgeschoß gibt es zwei Performance- Räume, im Obergeschoß ein rosarotes Badezimmer mit Fernseher, eine Küche mit Esstisch und zwei Schlafräume. Und überall: knarzende, alte Holzdielen. Luxus erwartet den Besucher hier nicht. Aber wer das Haus verlässt, hat auf alle Fälle etwas zu erzählen.

Eine Performance, das kann bei Kim so ziemlich alles sein. Im Sommer organisierte jemand ein Grillfest. Ein Gast las jeden Abend eine Stunde etwas vor. Wenn jemand ratlos ist, findet Byung Chul Kim schnell eine Lösung. "Was kannst du besonders gut?", fragt er dann. Eine Besucherin sagte schlicht: "Putzen." Gesagt, getan. Die Performance "Zimmermädchen" war geboren, der Aufenthalt umsonst. "Alles ist doch irgendwie Kunst", sagt der Koreaner. Allerdings gibt es auch Regeln: Drogen und Betrunkene müssen draußen bleiben. Byung Chul Kim: "Wir sind nicht die Sozialhilfe, sondern ein Kunstprojekt."

Symbolbild

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