Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
09.12.2016 - 19:20
Ausschnitt aus Ulrich Seidls "Safari"
Foto: YouTube.com

"Safari": Seidl schockt Venedig mit neuem Werk

03.09.2016, 18:00

"Ehrlichkeit und Vertrauen schaffen", sagt Ulrich Seidl, 63, sei sein "Geheimnis", um uns die oft erschreckende Realität, die jede Fiktion erblassen lässt, vor Augen zu führen. Deshalb ist es dem österreichischen Ausnahme- Regisseur, der bereits in der Vergangenheit filmisch aneckte, gelungen, Wildtierjäger und ihre Faszination an der "Mordeslust" ungeschönt für sein neuestes Werk "Safari" zu dokumentieren.

Dabei sei eines gesagt, Seidl würde niemals wollen, dass ein Tier für das cineastische Vergnügen sterben muss. Der "Krone" erzählt er: "Ich habe die Jagdurlauber einfach dabei begleitet, was sie eben nun mal tun! Ich bin aber dennoch kein dezidierter Jagdgegner. Bin aber auch kein Jagdbefürworter. Ich finde, man muss die Umstände betrachten. Mit welcher Zielsetzung wurde gejagt? Aus reiner Jagdlust? Aus Geschäftszwecken? Weil es notwendig ist? Um Tiere zu dezimieren? Alle diese Fragen sind zu stellen!" Als Beobachter geduldet, stellte er die richtigen Fragen über das florierende Geschäft mit dem Töten.

Ulrich Seidl bei den Filmfestspielen in Venedig
Foto: APA/AFP/FILIPPO MONTEFORTE

"Wenn es jemand nicht will, mache ich es nicht"

Nur, wie gewinnt man oftmals angefeindete Menschen, wie die Wildjäger, dafür, sich so zu öffnen? "Ich sagte zu ihnen ehrlich, dass ich einen Film über Jagdurlauber machen wolle. Wenn sie zu dem stehen und es mit Überzeugung tun. Dann, aber nur dann, sind sie bereit, in meinem Film mitzutun - klare Verhältnisse! Wenn es jemand nicht will, dann werde ich jemanden anderen finden. Es gibt genug Jäger."

"Safari" (ab 16. September in unseren Kinos), das schonungslose Ergebnis von Seidls vierwöchigem Namibia- Dreh, feierte am Samstag bei den Filmfestspielen in Venedig Weltpremiere. Außer Konkurrenz - eine Entscheidung der Jury, die wohl auch aus Angst vor dem Unmut der Tierschützer so gefallen ist ...

Trailer zu Ulrich Seidls "Safari":

03.09.2016, 18:00
Adabei Norman Schenz, Kronen Zeitung
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Mehr zu AdabeiTV
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum