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25.05.2017 - 00:59

Fußballer Marko Arnautovic zeigt erstmals sein Baby

08.09.2012, 17:00
Er ist der Star im österreichischen Fußball-Nationalteam. Keiner polarisiert mehr als er ("Ich kann dein Leben kaufen"). In der "Krone" zeigt Marko Arnautovic, 23, erstmals sein Baby.

Seit Mai bewohnt der Fußball- Star mit Frau Sarah und Töchterchen Emilia eine schlichte, aber stilvoll eingerichtete 310 Quadratmeter große Dachterrassenwohnung am Stadtrand von Bremen. Marko Arnautovic ist Champions- League- Sieger. Das war 2010 mit Inter Mailand, und er schaffte dies mit denkbar geringem Einsatz.

Befeuert durch diesen Erfolg, wechselte er in die deutsche Bundesliga zu Werder Bremen und erklärte dem dortigen Kapitän Torsten Frings gleich einmal die Fußballwelt. Dieser konnte mit seiner Hilfe aber nicht sehr viel anfangen ("Er hat eine eigenwillige Art"). Genauso wie manch andere, denen sein betont selbstbewusstes Auftreten nicht gefallen mag. Im Sommer sorgte der 23- Jährige bei einer Verkehrskontrolle für Aufsehen, als er einem Polizisten gegenüber kundtat, dessen Leben kaufen zu können.

Überall liegen Babysachen verstreut

Seine Kritiker beschreiben ihn als arrogant, unprofessionell, trotzig und protzig. Am Dienstag ist der Legionär der Star beim WM- Quali- Match gegen Deutschland. Die "Krone" besuchte unseren Auslands- Ösi aus diesem Anlass daheim in Bremen und traf dort einen ganz anderen Marko Arnautovic: Statt protzigem Luxus liegen in der Dachterrassenwohnung am Bremer Stadtrand Babysachen verstreut.

Ein Schnuller hier, ein Fläschchen da. Der Alltag des Fußballers hat sich seit der Geburt seiner Tochter komplett gewandelt. Nun steht nicht mehr das exzentrische Fußball- Genie im Mittelpunkt, sondern seine Emilia. Sanft nimmt er sein kleines Glück in den Arm, streichelt das Köpfchen und drückt ihr einen Kuss auf die Wange. "Natürlich hat Emilia mein Leben verändert. Aber eigentlich hat das Ganze schon mit meiner Frau Sarah begonnen. Seitdem ich mit ihr zusammen bin, bin ich reifer geworden."

"Zuschnappen und nicht mehr hergeben"

Seit eineinhalb Jahren sind die beiden nun ein Paar – im Juni wurde geheiratet, schon im Mai ist der Fußballer aus der Villa, in der seine Eltern und sein Bruder Daniel wohnen, aus- und in eine eigene Wohnung gezogen. "Ich wollte auch ab diesem Zeitpunkt Verantwortung übernehmen. Ich bin jetzt Vater und Ehemann. Das ist mein Job, und es fühlt sich gut an."

Die Frau an seiner Seite scheint die Richtige zu sein. Zumindest wenn es nach Mama Gabriela geht. "Sarah war bei uns zum Grillen eingeladen. Da waren wir aber noch gar kein Paar. Und meine Mutter hat gemeint: zuschnappen und nicht mehr hergeben."

Gesagt – getan. Und wenn der 23- Jährige über seine Ehefrau erzählt, wird der Macho in ihm einmal kurz hintangestellt. Was liebst du an ihr? Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen. "Meine Frau ist treu. Unter fünf Millionen Männern passiert nix. Dann ist sie eine gute Mutter fürs Kind. Und natürlich eine gute Ehefrau, sie macht alles für mich. Ich brauche keine, die andauernd mit meiner Kreditkarte einkaufen geht."

Auch wenn Sarah über ihren Mann gefragt wird, kommt die Deutsche ins Schwärmen. "Er ist sehr liebevoll, aber genauso ein Chaot. Wir können gemeinsam lachen und jeden Tag aufeinander hocken. Das ist es, glaube ich, was es ausmacht."

Liebevoller Familienvater

Marko Arnautovic ist ein liebevoller Familienvater, aber als Gentleman hat der gebürtige Wiener Nachholbedarf. Ein Blumenstrauß beim ersten Date? Fehlanzeige. "Ich und Blumen. Das kann ich ja nicht mal schreiben", kontert Österreichs Team- Stürmer lässig. Das scheint die Ehefrau aber kaum zu stören. Die "Ankunft" seiner Tochter verpasste er knapp. "Natürlich würde ich mir wünschen, dass Marko öfter da ist. Vor allem nach der Geburt war es schlimm, als er am nächsten Tag wieder ins Trainingslager nach Österreich musste. Aber ich habe ja gewusst, was mich mit einem Fußballprofi erwartet." Für ihn war's um nichts leichter: "Ich hatte Tränen in den Augen, als ich die beiden am nächsten Tag verlassen musste."

Ein neuer, ein erwachsenerer Marko Arnautovic? Im Gespräch zeigt er viele bislang unbekannte Facetten: der Familienmensch, der mit seinen Hunden "Diego" und "Luis" herumalbert, der plötzlich Nachdenkliche, der seine einstigen Fehler eingesteht, sich ändern will, sich für junge Spieler als Vorbild sieht, oder der überzeugte Österreicher, der seine Heimat vermisst.

Das Spiel der Spiele am Dienstag will er unbedingt gewinnen: "Wir wollen nach Brasilien. Egal, wie. Und ein zweites Kolumbien schaffen. Oder wo war das?" Cordoba. "Ja, genau, das meine ich. Auf jeden Fall will ich mit Österreich Geschichte schreiben."

Gefeierter Star - oder Loser

Nach dem Spiel ist Arnautovic entweder der gefeierte Star – oder der Loser, der von jedermann wegen seiner Haltung, der Frisur oder seiner angeblichen Arroganz auf dem Platz kritisiert wird, scheinbar nichts auf die Reihe kriegt. "Ja, damit muss ich leben. Aber es ist mir egal, was die anderen sagen. Wenn sich ein Polster über mich lustig macht, interessiert mich das nicht. Er lästert über meine Haare oder was auch immer. Ja, er ist eine Fußballlegende, aber der hat kein eigenes Leben. Der Einzige, auf den ich höre, ist Prohaska. Er hat es immer ehrlich mit mir gemeint, hat mir Tipps gegeben. Und natürlich mein Trainer bei Werder Bremen, Thomas Schaaf."

Auch über Teamchef Marcel Koller spricht der 23- Jährige in höchsten Tönen. Der Schweizer nimmt ihn so, wie er ist. Schaut nach vorne – nicht zurück – und erkennt das Genie in Österreichs Teamstürmer, das er ab und an aufblitzen lässt. Für Kritiker viel zu selten. Die sehen den "Skandal- Boy", der sich nicht an Regeln hält, aus der Reihe tanzt und viel zu oft außerhalb des Platzes Aufmerksamkeit erregt.

Ja, Marko Arnautovic polarisiert. Aber er ist einfach er selbst. Etwas durchgeknallt, aber authentisch. Nicht arrogant, sondern manchmal einfach etwas unsicher. Wohl ganz normal für einen 23- Jährigen, der im Fokus der Öffentlichkeit steht und einfach nur der Beste sein will. Für Tochter Emilia ist er das wahrscheinlich ohnehin.

08.09.2012, 17:00
Vera Lischka, Kronen Zeitung
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