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18.08.2017 - 04:50
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Sachverständige müssen bald privat bezahlt werden

03.02.2011, 09:17
Acht Prozent Personal will das Land einsparen. Deshalb will es seine Sachverständigen den Gemeinden nicht mehr kostenlos überlassen. Was für Gemeinden, ihre Vereine und ihre Feste fatale Folgen hat. Sie müssen bei Verhandlungen nun in die Privat-Kassa greifen. Gemeindebund-Präsident Mödlhammer protestiert.

"Die Leistungen des Bundes und des Landes werden immer weniger", ächzt Mödlhammer, "und alles bleibt bei den Gemeinden hängen." Wegen der Sparmaßnahmen wird das Land die Dienste seiner Amtssachverständigen nicht mehr, so wie bisher üblich, kostenlos auch den Gemeinden überlassen. Bei Sportfesten, Umzügen, Straßensperren wegen Bauarbeiten oder Ähnlichem segneten bisher immer die Landes- Experten die Maßnahmen ab. "Wir brauchen unsere Sachverständigen für andere, dringendere Aufgaben", heißt es dazu aus der Baudirektion.

"Müsse wieder mit dem Hausverstand arbeiten"

Das heißt: Gemeinden und Vereine müssen künftig bei Verhandlungen einen privaten Experten bezahlen – macht 66 Euro Stundenlohn. "Das wäre aber gar nicht nötig", sagt Seekirchens Vizebürgermeister Helmut Naderer: "Man müsste nur wieder mit dem Hausverstand arbeiten, teure Experten sind schließlich nicht für jede neue Verkehrs- Regelung nötig. Am meisten könnte man bei der österreichischen Unsitte, alles von Gutachtern absegnen zu lassen, sparen. “

Ins selbe Horn stößt Mödlhammer: "Wenn sich der örtliche Straßenerhalter und die Polizei über eine Maßnahme einig sind, sollte das eigentlich genügen." Gemeinden fürchten drastische Auswirkungen auf das Vereinsleben und auf Feste. Die BH Salzburg- Umgebung hat alle Bürgermeister gewarnt: "Wegen des Wegfalls von amtlichen Sachverständigen können kurzfristige Ansuchen für Veranstaltungen nicht mehr bearbeitet werden."

von Wolfgang Weber, Kronen Zeitung

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