Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
23.08.2017 - 06:40
Flüchtlinge im September 2015 beim Warten an der Grenze zu Freilassing
Foto: Markus Tschepp

Odysee von syrischer Gruppe

24.05.2017, 23:30

Sie gaben nicht auf: Bereits Montag wollten 34 Syrer mit einem Zug vom Salzburger Hauptbahnhof aus nach Deutschland einreisen. Prompt wurden sie zurück gewiesen. Nun versuchten es 15 der Syrer erneut. Sie gingen zu Fuß von Oberndorf aus über die historische Brücke nach Laufen - die deutsche Polizei war wieder da.

Die Flüchtlinge aus dem Kriegsland Syrien sollen zum Teil über Griechenland, zum Teil über die Balkanroute bis nach Salzburg gekommen sein. Um überhaupt so weit reisen zu können, hatten einige - unter ihnen auch eine Familie mit zwei Kindern - falsche Papiere erworben. Die Gruppe wähnte sich am Montagabend schon am Ziel ihrer Träume, in Deutschland. Doch bevor sie den Zug nach München besteigen konnte, wurde sie von den deutschen Grenzpolizisten gestoppt, die am Salzburger Bahnhof weiterhin im Einsatz sind.

Die Beamten erkannten die teilweise gefälschten Dokumente, den Syrern wurde die Einreise untersagt.

Auf der Polizeiinspektion am Salzburger Bahnhof wurde versucht, die wahre Identität der 34 Fremden zu klären. Die Gruppe wurde schließlich ins Polizeianhaltezentrum in der Alpenstraße gebracht.

"Dort wurde den Menschen ein Fingerabdruck abgenommen. So kann man klären, ob sie schon in einem anderen EU- Land um Asyl angesucht haben", erklärt Polizeisprecher Thomas Messner.

Die Syrer wurden dann wieder entlassen. "Sie haben ein Schreiben mitbekommen. Darin steht, dass sie sich beim Bundesamt für Asylwesen in der Münchner Bundesstraße melden sollen", so Messner.

Bayrische Polizei war wachsam

Doch nicht alle dürften das auch gemacht haben. Denn elf Menschen aus der Gruppe sowie die vierköpfige Familie, machten sich erneut auf den Weg zum Hauptbahnhof.

Dort stiegen sie in die Lokalbahn nach Oberndorf. Von wem sie den Tipp für diesen Weg hatten, ist unklar. Von Oberndorf aus marschierten sie schließlich zu Fuß über die Brücke nach Laufen.

Eine bayrische Polizeistreife griff zuerst die Familie, dann die elf weiteren Syrer auf. Alle wurden festgenommen und ins Erstaufnahmezentrum nach Freilassing gebracht. Sie werden nun in einer Asylunterkunft untergebracht, wie Rainer Scharf, Sprecher der Bundespolizei aus Rosenheim bestätigt.

In der Nacht zum Dienstag wurden zudem ein Afghane und seine minderjährige Tochter in einem Nachtzug aus München angehalten. Die beiden hatten griechische Asyldokumente und gefälschte japanische Pässe in ihrem Gepäck. Der Vater gab an, er habe für die Pässe 4000 € bezahlt.

Damit konnten er und seine Tochter bis nach Deutschland gelangen. Ihr Ziel war aber Linz, weil dort schon ein Familienmitglied wohnt.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum