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24.09.2017 - 21:57
"Robin Hoods" Auftritt vor der versammelten Presse.
Foto: Markus Tschepp

Naderer macht auf Robin Hood

15.12.2015, 10:16

Nach 20 Minuten im Regierungszimmer war alles klar: ÖVP und Grüne kündigten dem restlichen Team Stronach - mit Helmut Naderer und Gabriele Fürhapter - wie erwartet die Koalition und führen das Land mit dem parteifreien Landesrat Hans Mayr und Abgeordneten Otto Konrad weiter.

Es wäre nicht Naderer, wenn er seinen Rauswurf nicht auch optisch etwas schräg inszenieren würde. Da kam vor versammelter Presse das Aufsetzen eines grünen Filzhutes genau richtig: "Wir haben den Koalitionsvertrag auf Punkt und Beistrich eingehalten, schuld an allem ist Hans Mayr. Wir müssen die Entscheidung zur Kenntnis nehmen und gehen in Opposition, aber da mach ich mir bei dem Herrn aus Saalbach und seiner Truppe und der SPÖ keine Sorgen. Ich bin jetzt der Robin Hood der Salzburger. Mit uns wird es kein Tempo 80 auf der Autobahn mehr geben und auch keine Häuser für 500 Flüchtlinge."

Haslauer und Rössler halten die Koalition

Den Anspruch als gesetzesloser Kämpfer gegen Ungerechtigkeiten hat sich zwar schon einmal Ex- FPÖ und nun FPS- Mann Dietmar Schmittner medial gesichert, aber das ist eine andere Geschichte. Und auch ob die verbliebene Gabriele Fürhapter nun gar noch als Lady Marian an der Seite Robin Hoods auftreten möchte, blieb natürlich offen. Nicht besonders zum Schmunzeln bei Naderers Lachnummer war Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Astrid Rössler, die nun die Koalition zusammen halten müssen. Mit dem parteifreien Konrad, der vom ÖVP- Klub betreut wird, wird die Mehrheit 19 zu 17 knapp abgesichert: "Das wird uns fordern und eine neue Disziplin in den Klubs brauchen. Wenn jemand erkrankt, dann steht es 18 zu 17", sagte Haslauer: "Ich habe aber keinen Kopf, keine Zeit und keine Lust auf Kindereien und Streitigkeiten. Wir stehen vor riesigen Herausforderungen, und es gibt eine Reihe von Aufgaben, die wir bewältigen müssen."

Keine Bedingungen an Landesrat Hans Mayr

Haslauer und Rössler stehen weiter zu Mayr, der 2013 unterfertigte Koalitionsvertrag wurde neu aufgesetzt und unterschrieben, inhaltlich bleibt er gleich, Mayr wurden keine Bedingungen gestellt. Den Stronachern noch eine letzte Chance zu geben, kam schon vor der Sitzung nicht mehr in Frage: "Das Team Stronach hätte Landesrat Mayr ohne Wenn und Aber zu akzeptieren gehabt. Aus Erkenntnis der bisherigen Erfahrungen hätten wir aber mit weiteren Aktionen rechnen müssen", meinten Haslauer und Rössler. Die Bedingung für die Koalition mit dem Team Stronach sei 2013 auch gewesen, dass Mayr Landesrat wird. Die Zerwürfnisse innerhalb des Stronach- Teams seien auch nicht zu kitten gewesen.

Naderer bleibt dabei: "Dass ich den Posten von dem aus der Partei ausgeschiedenen Landesrat Mayr gefordert habe, ist eine Selbstverständlichkeit gewesen. Ich habe die Interessen meiner Partei zu vertreten." Mayr will weiter in seinen Ressorts Wohnbau und Verkehr "Sacharbeit" leisten, ein Wechsel zur ÖVP sei momentan nicht geplant. Geprüft wird noch, ob Naderer seinen Posten im Flughafen- Aufsichtsrat behalten wird.

15.12.2015, 10:16
Michael Pichler, Kronen Zeitung/red
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