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19.08.2017 - 15:09
Die junge Urlauberin stürzte bei der Wanderung in den Hollersbach.
Foto: Bergrettung

Kind aus Malta starb

17.08.2015, 10:03
Eine Urlauberin (11) von der Insel Malta stürzte bei einer Wanderung im Hollersbachtal in einen Fluss. Sie wurde nur noch tot geborgen. Es ist das dritte Urlauberkind, das binnen weniger Wochen im Pinzgau verunglückte.

Die Urlauberfamilie aus Malta war am Nachmittag von der Seestube zu einer Wanderung im Hollersbachtal im Oberpinzgau aufgebrochen. Das Ziel: Die Senningeralm. Ungefähr auf der Hälfte des Weges lief die elfjährige Tochter ihren Eltern und dem Bruder voraus. Sie kannte den Weg bereits von einer früheren Wanderung und wollte alleine den Rest der Strecke bewältigen. Via "Walky Talky"- Funkgerät hielt das Kind Kontakt zu den Erwachsenen. Doch plötzlich meldete sich nicht. Die Mutter ging mit dem Bub bis zur Senningeralm weiter, als ihre Tochter dort auch nicht anzutreffen war, geriet sie in Sorge. Gemeinsam mit dem Hüttenwirt setzte die Familie einen Notruf ab.

Mitglieder der Feuerwehr, Berg- und Wasserrettung, Polizisten samt einem Diensthund aus St. Johann und das Rote Kreuz machten sich auf die Suche nach der Vermissten. Unterhalb der Seilbahnstation fanden die Einsatzkräfte den blauen Schirm, den die Elfjährige bei sich hatte, im Bachbett. Die Helfer suchten fieberhaft den Wildbach ab.

Rettungskräfte kamen zu spät

Schließlich fanden sie das Kind fast einen Kilometer unterhalb der Fundstelle des Schirms leblos im Wasser liegend. Sofort wurde mit der Reanimation begonnen, doch der Urlauberin konnte nicht mehr geholfen werden. Vermutlich hatte das Mädchen Steine in das Wasser geworfen und war dabei ausgerutscht und mitgerissen worden. Die Eltern und der Bruder wurden vom Kriseninterventionsteam betreut und dann in das Krankenhaus nach Mittersill gebracht.

17.08.2015, 10:03
Iris Wind, Kronen Zeitung
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