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17.08.2017 - 21:27
Foto: Peter Tomschi

Entsetzte Reaktion auf "Nein" zum Tauernmooslift

23.09.2009, 09:44
150 Seiten dick ist der Bescheid von der Bezirkshauptmannschaft Zell am See zum Thema "Tauernmooslift". Doch die Hauptaussage ist kurz und bündig: Die Behörde sagt "Nein" zum Projekt im Uttendorfer Weißseegebiet. Betreiber Wilfried Holleis wird berufen. Dann geht die unendliche Geschichte beim Land weiter.

Uttendorfs Bürgermeister Franz Nill und Geschäftsmann Wilfried Holleis sind entsetzt, Naturschutzorganisationen jubeln. Die Bezirkshauptmannschaft Zell am See hat per Bescheid den neuen Sessellift im Weißseegebiet abgelehnt.

Sessellift soll Arbeitsplätze sichern

"Das ist ein Dolchstoß in den Rücken der Oberpinzgauer", fand Holleis als erste Reaktion harte Worte. Er wird gegen den Bescheid berufen, "weil der neue Sessellift wichtig für das Überleben der Weißseebahnen und für viele Arbeitsplätze ist."

Öffentliches Interesse

Einen wesentlichen Punkt des negativen Bescheids sieht Uttendorfs Bürgermeister Franz Nill gar nicht ein, denn es wird am öffentlichen Interesse gezweifelt. "Das kann ich mit Zahlen belegen. Ohne Weißseebahn gab es knapp 57.000 Nächtigungen in der Wintersaison 2001/2002. Im vergangenen Jahr waren es fast 96.000", rechnet der Ortschef.

Weisung vom Landesrat

Über ein Jahr hat der Bescheid gedauert, 14 Tage hat Holleis nun Zeit zu berufen und das auch zu begründen. Die lange Verfahrensdauer führte jedenfalls zu einer Premiere in Salzburg: Landesrat Sepp Eisl musste die Bezirkshauptmannschaft vergangene Woche per Weisung zwingen, endlich eine Entscheidung zu treffen.

Lichtblick für Holleis

"Nach der Berufung werden wir uns sachlich und zügig mit dem Tauernmooslift auseinandersetzen", versichert Eisl. Ein Lichtblick am Gletscherhorizont für Wilfried Holleis, der 2003 die marode Weißseebahn übernommen und aufgepäppelt hat.

Kronen Zeitung

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