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19.08.2017 - 06:07
Foto: Andreas Kreuzhuber

Elfjähriger stürzt mit Rodel 60 Meter über Felshang ab

30.12.2009, 09:14
Auf der Strussingalm in Werfenweng ist am Dienstagnachmittag ein elfjähriger Bub mit seiner Rodel an die 60 Meter über einen steilen Felshang abgestürzt. Der Schüler kam in einem Gebirgsbach zu liegen. Ein deutscher Urlauber kletterte zu dem Buben hinunter und brachte ihn in Sicherheit. Der Junge zog sich lediglich eine Knöchelverletzung zu. Für den Retter gibt es die "Goldene Krone".

Der Ferientag lockte am Dienstag zahlreiche Gäste auf die Strussingalm in Werfenweng. Der elfjährige Dominik aus Nußdorf, seine Mutter und seine Geschwister kamen ebenfalls, um zu rodeln. Der Schüler war auf seinem eigenen Schlitten Richtung Tal unterwegs, als er im Bereich der Zaglau plötzlich die Kontrolle über sein Gefährt verlor.

Er konnte nicht mehr bremsen, kam von der Bahn ab und schlitterte schließlich über einen steilen Felshang hinaus. Der Bub stürzte 60 Meter in die Tiefe und blieb in einem Bachbett liegen. Seine Mutter und seine Geschwister hielten sofort an und eilten zu der Geländekante. Sie hörten Dominik um Hilfe rufen.

20 Minuten geklettert

Genau in diesem Moment kam auch Hayo Schrepper (32) an der Unglücksstelle vorbei. "Die standen am Abhang und haben gerufen. Ich fragte sie, was los sei", schildert der Deutsche. Der Urlauber zögerte nicht lange, als er erfuhr, dass Dominik abgestürzt war. "Meine Lebensgefährtin und meine Tochter warteten oben. Ich bin runter geklettert. Es war sehr steil. Ich brauchte sicher 20 Minuten, bis ich bei dem Jungen ankam."

Im eiskalten Wasser

Dominik lag mitten im eiskalten Wasser und weinte. "Ich beruhigte ihn. Schließlich konnte er sogar von selbst aufstehen", erzählt Schrepper. Gemeinsam mit dem Schüler machte er sich auf den schwierigen Aufstieg. "Wir haben uns von Baum zu Baum vorgearbeitet. Der Bub war vor mir. Ich hab immer geschaut, das er ja nicht abrutscht."

Goldene Krone

Eine Dreiviertelstunde später konnte Dominik seine Familie wieder in die Arme schließen. "Wir sind unendlich dankbar", schluchzte die Mutter. Und für soviel Zivilcourage bekam Hayo Schrepper von der "Krone" auch noch die "Goldene Krone".

von Manuela Kappes (Kronen Zeitung) und krone.at
Bild: Dominik bedankt sich bei seinem Retter Hayo Schrepper.

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