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22.08.2017 - 17:44
Foto: Wolfgang Weber

Designerasphalt für die Vorplätze der Festspielhäuser

11.03.2011, 17:44
Er war der Aufreger am Rande des Salzburger Festspielsommers 2006 und geriet auch im Vorjahr wieder ins Visier der Medien - der gelbfarbene 900.000 Euro teure Designer-Asphalt in der Hofstallgasse, der wegen zahlreicher Reifenspuren bald seine Strahlkraft verlor und im Vorjahr schließlich auf Herstellerkosten erneuert wurde. 2012 soll nun der Belag auch über den Max-Reinhardt-Platz gezogen werden, kündigte Baustadträtin Claudia Schmidt (VP) am Freitag an.

Im diesjährigen Straßenbaubudget (5,5 Millionen Euro) gebe es keinerlei Reserven für die Neugestaltung von Plätzen in der Innenstadt, die Planungen und Vorarbeiten für den Reinhardt- Platz würden aber erfolgen, damit im kommenden Jahr das Wettbewerbsergebnis endlich umgesetzt werden könne und alle Festspielhäuser ein einheitlich gestaltetes Entree erhielten, so die Stadträtin. Vom gläsernen Hochbau, den dieses Siegerprojekt eigentlich vorgesehen hatte, hat man sich längst verabschiedet.

Ihr Bedauern äußerte Schmidt, dass für die Neugestaltung der großen Altstadt- Plätze, nämlich Residenz- , Mozart- und Domplatz sowie Getreidegasse, die allesamt nur asphaltiert oder mit einem Sandbelag versehen sind, in absehbarer Zeit kein Geld vorhanden sei, "aber ich werde nicht müde, es einzufordern." Dass dafür ein eigentlich noch gar nicht geplantes Bauvorhaben vorgezogen wird, wenn ein privater Geldgeber mit einem Zuschuss winkt, musste die Stadträtin in der Linzergasse auf der rechten Altstadtseite erfahren:

Dort steuert ein Investor 300.000 Euro für die Pflasterung zwischen Platzl und seinem künftigen Einkaufs- und Bürozentrum im ehemaligen Centralkino bei, und schon bekommt der Abschnitt bereits 2012/13 ein neues Gesicht. Die Stadträtin sieht es mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Sicher sei private Unterstützung immer erfreulich, aber die Stadt müsse nun 1,9 Millionen Euro in das Vorhaben stecken, das eigentlich erst viel später geplant gewesen wäre, und andere dafür zurückschieben.

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