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22.09.2017 - 15:44
Foto: APA/BARBARA GINDL

Bürmoos zeigt den anderen, wie man Schulden abbaut

23.12.2010, 05:42
Wintermärchen, die sind zu Weihnachten beliebt - wenn sie wahr werden, ist es noch besser. Als kleines Wunder oder gute strategische Planung kann man auch das Budget 2011 in Bürmoos bezeichnen. 200.000 Euro Schulden wurden abgebaut, dabei trotzdem große Projekte umgesetzt. Das Land will sich das abschauen.

Wie macht das der Eder? – Diese Frage dürften sich viele andere Gemeinden in Salzburg fragen. Bürgermeister Peter Eder kann 2011 in Bürmoos nämlich mit einem Budget von 8,5 Millionen Euro arbeiten und senkte dabei die Schulden von 4,4 Millionen auf 4,2 Millionen Euro. Der Vorschlag wurde einstimmig beschlossen. Soziales und Bildung ist dabei keineswegs auf der Strecke geblieben.

Finanzreferent David Brenner beeindruckt

"Ja, man kann diese Dinge fördern und gleichzeitig sparen. Das Geheimnis heißt: Prioritäten setzen, Bürmoos für Familien beliebt machen, die Bevölkerung wächst und damit kommt mehr Geld in die Kasse", fasst Eder gegenüber der "Krone" zusammen. Die Vorgehensweise verlangt auch Finanzreferent David Brenner Respekt ab: "Salzburgs Bevölkerung schrumpft, dazu die Wirtschaftskrise. Das Geld wird immer knapper. Umso mehr ist so ein Budget wert."

Bürmoos setzt 2011 trotz Sparkurs wichtige Projekte um:

  • 124 Kinder gehen in den Kindergarten. Für die Gratis- Version der Kinderbetreuung ist die Gemeinde jetzt schon fit.
  • 50.000 Euro werden zusätzlich für eine flexible Nachmittagsbetreuung von Schulkindern ausgegeben.
  • 2011 wird mit der neuen Sportstätte begonnen - 257.000 Euro kommen vom Land. Es wird den einzigen Kunstrasen in der Region geben.
  • Neue Mittelschule: Anfragen kommen zum Beispiel auch aus Bergheim, heuer wurde von zwei auf drei erste Klassen aufgestockt.
  • Die neue Trinkwasserversorgung wird 500.000 Euro verschlingen.
  • Wohnungen entlang der Lokalbahn werden entstehen. In die Bahn selbst investiert das Land bis 2014 neun Millionen Euro.

Kronen Zeitung

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