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23.08.2017 - 19:39

Alpinistin unter Fels gefangen ++ Pilot landet in Steilhang

03.10.2011, 08:56
Gleich zweimal sind Rettungshelikopter am Sonntag zu spektakulären Bergeeinsätzen ausgerückt: Zuerst wurde eine Alpinistin gegen 13 Uhr in den Zillertaler Alpen in Tirol beim Aufstieg auf den 2.973 Meter hohen Wilhelmer von einer tonnenschweren Felsplatte eingeklemmt (Bild) und schwer verletzt. Am Nachmittag stürzte dann in Salzburg ein Paragleiter ab. Der Pilot legte eine Bruchlandung mit dem Notschirm hin und musste aus einer steilen Felswand befreit werden.

Auf den Wilhelmer führt kein Steig, die Alpinistin und ihr Begleiter stiegen weglos zum Gipfel auf. Das Gelände dort ist mit riesigen Felsplatten übersät. Als sich die Frau (39) aus der Stadt Salzburg an einer der Platten festhalten wollte, geriet diese plötzlich in Bewegung. Die Bergsteigerin wurde unter dem Felsen eingeklemmt. Zunächst versuchte ihr Begleiter, sie zu befreien, hatte aber keine Chance. Er setzte einen Notruf ab.

Versuche, Fels zu bewegen, scheitern zunächst

"Christophorus 1" mit Pilot Gilbert Habringer (2. Bild), Notarzt Hannes Dejaco und Notfallsanitäter Martin Stoffaneller flog zum Unfallort. Habringer: "Ich setzte Arzt und Flugretter ab. Als klar war, dass sie die Frau nicht befreien können, haben wir den Polizeihubschrauber Libelle aus Innsbruck angefordert." Dessen Pilot Hans Schlager und sein Flugretter Franz Markart nahmen in Mayrhofen zwei Bergretter an Bord, die mit Eisenstangen die Frau aus ihrem Gefängnis befreien sollten.

Doch bald war klar: Hier braucht es schweres Gerät. Also holte Schlager im Tal zwei Feuerwehrleute, die mit einem sogenannten Spreizer anrückten. "Damit gelang es, das Opfer zu befreien. Die Felsplatte hatte ein Ausmaß von 150 mal 80 mal 30 Zentimetern und wog geschätzte 3.000 Kilo", sagte Schlager der "Krone".

"Für uns war es ein extremer Einsatz"

Mit dem Bergespreizer arbeiteten Andreas Wechselberger und Martin Kröll, die berichteten: "Dieses mit einem Akku betriebene Gerät kommt oft bei Autounfällen zum Einsatz. Für uns war es ein extremer Einsatz, weil wir für das Hochgebirge nicht ausgebildet sind." Notarzt Hannes Dejaco schilderte: "Die Frau hatte bei unserem Eintreffen starke Schmerzen, war unterkühlt und in einem Schockzustand. Sie hat vermutlich sehr viel Blut verloren. Im Bereich der Hüfte und des linken Beins war sie eingeklemmt und dürfte Trümmerbrüche erlitten haben. Ich habe sie mit Schmerzmittel und Wärmepackungen behandelt." Die Schwerverletzte wurde schließlich in die Klinik nach Innsbruck geflogen.

Bergung per Tau nach Bruchlandung in Felswand

Am Sonntagnachmittag musste schließlich am Raucheck im Salzburger Werfen der Rettungshelikopter ausrücken. Ein Paragleiter- Pilot (27) aus Linz war in ein Thermik- Loch geraten und aus 2.300 Metern Höhe rund 600 Meter tief abgestürzt. Mit dem Notschirm rettete er sich auf einen Felsvorsprung (Bilder 3 und 4) in einer steilen Felswand und hing dort fest.

Die Crew vom Christophorus- 6-Helikopter mit Pilot Thomas Brändle und Flugretter Sepp Kreuzberger konnte den Mann mit einem 60 Meter langen Tau unverletzt bergen. "Der Einsatz war nicht ganz einfach, denn durch den aufkommenden Wind bestand die Gefahr, dass sich der Notschirm wieder öffnet und zur Gefahr für den Paragleiter wird", so Brändle. Der 27- jährige Bruchpilot überstand den spektakulären Absturz völlig unverletzt.

03.10.2011, 08:56
Günther Krauthackl, Kronen Zeitung/red
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