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27.04.2017 - 23:46
Foto: APA/ROBERT JAEGER

Ort im Burgenland für Verkehr wieder erreichbar

05.12.2014, 18:43
Nach fünf langen Tagen ist am Freitag die durch Eisregen erzwungene Isolation für die Bewohner des Ortsteils Rosalia im burgenländischen Forchtenstein endlich vorbei: Seit 17 Uhr ist die L223, die auf die Rosalia und zur niederösterreichischen Landesgrenze führt, offiziell für den Verkehr freigegeben, sagte Bürgermeisterin Friederike Reismüller.
Tagelang hatten die Einsatzkräfte unter Lebensgefahr ihre Aufgaben erfüllt und den Eingeschlossenen Hilfe geleistet.  Verletzte gab es dabei nicht, betonte Reismüller. Lediglich ein Bewohner war von der Rettung ins Spital gebracht worden, nachdem er sich bei einem Sturz im Hof eine blutende Wunde zugezogen hatte.

Durch umgefallene Bäume wurden zahlreiche Zäune in Mitleidenschaft gezogen. Häuser blieben nach bisherigen Informationen von schwereren Schäden verschont. Das Schadensausmaß durch Eisbruch im Wald ließ sich vorerst allerdings noch nicht abschätzen.

"Wir sind jetzt froh, dass das alles erledigt ist"

Etwaige Notfälle werden nun wieder nach dem herkömmlichen System über den Notruf abgewickelt. Die Einsatzzentrale im Feuerwehrhaus Neustift an der Rosalia ist in der Nacht nicht mehr besetzt. Gefahrenstellen an der L223 wurden beseitigt, an der Landesstraße repariert die Energie Burgenland kommende Woche noch eine Stromleitung, schilderte Reismüller. Dabei werde aber nur mehr eine Fahrbahn abgesperrt: "Die Straße bleibt frei."

Nach den fünf turbulenten Tagen zeigte man sich auch bei den Helfern erleichtert. "Wir sind jetzt froh, dass das alles erledigt ist", meinte der Kommandant der Feuerwehr Neustift an der Rosalia, Michael Sauerzapf: "Bis Hochwolkersdorf ist jetzt alles frei."

Bei den Bewohnern der Rosalia bedankte sich der Kommandant, "dass die Leute so diszipliniert waren". Die Bevölkerung war während der Eisbedrohung aufgerufen gewesen, die Häuser nicht zu verlassen.

Doppelbelastung für Feuerwehrleute

Die Feuerwehrleute mussten zum Teil eine Doppelbelastung stemmen. Denn für Einsatzkräfte, die in der Privatwirtschaft arbeiten, gibt es - anders als im öffentlichen Dienst - noch immer keine gesetzliche Regelung, die ihnen ermöglicht, in den Einsatz zu gehen, ohne dafür Urlaub oder Zeitausgleich nehmen zu müssen. So nahm sich etwa der Feuerwehrkommandant für den Hilfseinsatz zweieinhalb Urlaubstage.

Auch nach dem Ende der Sperre wird es noch einige Zeit dauern, bis die Folgen der Baumvereisung im Bereich der Rosalia ganz beseitigt sind. Denn während die Aufräumarbeiten direkt an der Straße schon weitgehend abgeschlossen sind, stehen sie in den Wäldern erst bevor.

05.12.2014, 18:43
AG/red
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