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20.08.2017 - 08:50
Foto: Erich Spiess

Nach Mord an Landsmann: Lebenslang für Griechen

12.07.2017, 20:38

Wegen Mordes ist ein 29 Jahre alter Grieche am Mittwochabend in Innsbruck zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte im November 2016 auf einem Parkplatz in Söll im Bezirk Kufstein einen 31 Jahre alten Landsmann mit zehn Schüssen niedergestreckt. Die 32 Jahre alte Frau des Opfers hatte laut Anklage den Mordplan unterstützt und der Erschießung ihres Mannes zugestimmt - sie wurde wegen Beitragstäterschaft zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Motiv für das Mordkomplott sei die Gewalttätigkeit des 31 Jahre alten Griechen gegen seine deutsche Frau und die gemeinsame sechs Jahre alte Tochter gewesen. "Die Ehe war nicht immer rosig, sie war sehr zerrüttet", so der Staatsanwalt. Zusammen mit dem 29- Jährigen, einem gemeinsamen Freund des Ehepaares, habe die 32- Jährige schließlich den Plan gefasst, ihren Mann zu töten. Der Angeklagte habe sich dadurch auch ein gemeinsames Leben mit der Witwe versprochen.

Foto: APA/EXPA/JOHANN GRODER

"Jede abgefeuerte Patrone stand für einen Übergriff"

Vor Gericht legte der Angeklagte ein umfassendes Geständnis ab: "Ich habe ihn erschossen. Jede Patrone, die ich abgefeuert habe, stand für einen Übergriff auf seine Tochter und seine Frau", meinte er. Vor rund einem Jahr habe er zum ersten Mal mit der 32- Jährigen darüber gesprochen, dass man ihren Mann "aus dem Weg räumen" müsse.

Den Entschluss zur Tat hätten sie gemeinsam gefasst, erklärte der Grieche. Die Idee, ihren Mann zu töten, sei jedoch von der 32- jährigen Witwe gekommen. Außerdem habe sie ihm gesagt, dass die Tat nicht in Deutschland geschehen soll und dass er einen Weg finden soll, damit man ihm nichts nachweisen könne, sagte der Angeklagte. "Tagtäglich und ununterbrochen" bereue der 29- Jährige die Tat, wie sein Verteidiger bei der Verhandlung sagte. Auch der Beschuldigte selbst ergriff das Wort und entschuldigte sich. "Diese schreckliche Tat tut mir wirklich sehr leid und ich hoffe, dass Gott mir verzeiht", beteuerte der Grieche.

Foto: APA/EXPA/JOHANN GRODER

Witwe zeichnete völlig anderes Bild

Die Witwe zeichnete hingegen ein vollkommen anderes Bild. Sie bekannte sich nicht schuldig. "Von einer Tötung war nie die Rede, für mich war klar, dass ich ins Frauenhaus muss", so die Beschuldigte. Erst am Tag der Tat habe der 29- Jährige ihr erzählt, dass er ihren Mann "aus dem Weg räumen" wolle. "Ich konnte es gar nicht glauben", verteidigte sich die 32- Jährige.

Zuvor hatte die Witwe von ihrer Ehe mit dem späteren Opfer berichtet. Er habe sie geschlagen und bedroht. "Ich weiß nicht wie oft, es waren aber viele Male", so die Deutsche. Als er schließlich auch gegenüber ihrer gemeinsamen Tochter handgreiflich geworden war, sei für sie klar gewesen, dass sie weg müsse.

Redaktion
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