Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
18.01.2017 - 23:34
Foto: thinkstockphotos.de (Symbolbild)

Keimbefall in Linzer Spital: Vier Babys betroffen

15.12.2015, 13:36

Nach dem Tod eines Neugeborenen an der Landesfrauen- und Kinderklinik (LFKK) in Linz ist die Zahl der Babys, bei denen der Acinetobacter- Keim nachgewiesen wurde, um zwei weitere gestiegen. Damit befinden sich vier betroffene Kinder in Quarantäne. Zwei von ihnen zeigen keine Symptome, eines ist an einer Lungenentzündung erkrankt, beim vierten handelt es sich um einen Verdachtsfall.

Der Spitalsbetreiber gespag informierte am Dienstag in einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand des Keimbefalls der chirurgischen Intensivstation der LFKK. Der multiresistente Keim ist vermutlich von einem bosnischen Säugling in der Vorwoche nach Linz eingeschleppt worden.  Das Mädchen schwebt in Lebensgefahr, allerdings sind bei ihm wie bei einem weiteren keine Symptome erkennbar. "Vielmehr ist die Grunderkrankung derart schwer", erklärte Jens Meier, der Leiter der LFKK- Anästhesiologie.

Jener infizierte und an einer Lungenentzündung leidende Säugling werde bereits mit einem Antibiotikum behandelt, auf das er auch gut anspreche. Zu dem Verdachtsfall könne derzeit nur gesagt werden, dass bei einem Abstrich der Keim aus der Familie der Acinetobacter nachgewiesen werden konnte. Bis auf Weiteres bleiben alle vier betroffenen Säuglinge jedenfalls in Quarantäne.

Vergangenen Donnerstag war ein Neugeborenes vermutlich wegen des Keimbefalls gestorben. Eine gerichtliche Obduktion hat bereits ergeben, dass es jedenfalls nicht wegen einer Operation zu Tode kam.

Spezielle Gasreinigung der Intensivstation

Inzwischen hat das Spital auch Kontakt mit den Eltern jener Kinder aufgenommen, die sich in der fraglichen Zeit ebenfalls in der chirurgischen Intensivstation aufgehalten haben. "Zum Teil sind diese Patienten schon daheim, zum Teil noch im Spital", so Meier. Bei allen sei jedenfalls kein Keimbefall festgestellt worden. Auch bei 80 Prozent der 120 getesteten Mitarbeiter ergaben erste Abstriche ein negatives Ergebnis. Bei den restlichen stehen die Ergebnisse noch aus.

Auch wurde auf der chirurgischen Intensivstation mit einer speziellen Gasreinigung begonnen. Der Keim gilt als sehr hartnäckig, er kann bis zu drei Tage an der Luft überleben. Im Anschluss daran könnte in zwei bis drei Tagen die Abteilung mit acht Betten wieder ihren Betrieb aufnehmen, erklärte Gabriele Wiesinger- Eidenberger, die stellvertretende ärztliche Leiterin der LFKK. Bis dahin werden keine geplanten Operationen durchgeführt.

15.12.2015, 13:36
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum