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03.12.2016 - 05:49
Am Grenzübergang Spielfeld kommt es täglich zu chaotischen Szenen.
Foto: APA/AFP/Rene Gomolj

Grenzsicherung: Militärs raten von Zaun ab

30.10.2015, 17:00
Der regierungsinterne Dauerstreit um die Errichtung von Zäunen, um so den Flüchtlingsstrom zu stoppen bzw. einbremsen zu können, ist nun um eine Nuance reicher: In einem Geheimpapier des Bundesheeres wird nicht nur vor den Gefahren, die ein Zaunbau auslösen würde, gewarnt, auch Alternativen, wie man den Flüchtlingsstrom in geordnete Bahnen lenken kann, werden aufgezählt.

Und das sind die von Militärs aufgezählten Fakten, warum ein Zaun nicht funktionieren kann:

  • Landstraßen, Autobahn, Bahnverbindungen müssten ebenfalls gesperrt werden - der Verkehr bricht zusammen.
  • Es droht "unkontrolliertes Ausweichen" der Flüchtlinge am Ende des Zauns in Wälder, Wiesen, Gärten und auf nicht abgesperrte Verkehrswege. Das würde Polizei und Bundesheer überfordern - die Sicherheit wäre gefährdet.
  • Weil unter den Flüchtlingen "nicht nur nette Menschen sind", ist zu befürchten, dass Zäune mit Gewalt gestürmt werden.

Die Alternativvorschläge laut Bundesheer- Geheimpapier sehen eine Verbesserung der Organisation an der Grenze zu Slowenien vor:

  • Absperrgitter, Zelte, Container à la Nickelsdorf müssen errichtet werden, um eine geordnete Abwicklung des Flüchtlingsstroms zu garantieren.
  • In Absprache mit Slowenien Einteilung der Flüchtlinge in kleine Gruppen für die wartenden Autobusse.
  • Medizinische Betreuung plus Verpflegung für diese kleinen Gruppen. Information, wann und wohin es mit dem Bus weitergeht, "sonst stürmen alle los, und es kommt zum Chaos".
  • Öffnung mehrerer Grenzübergänge zur Aufteilung der Flüchtlinge.

Resümee eines hohen Militärs: "Ich habe die Flüchtlinge lieber geordnet auf der Straße, als sie verschwinden am Ende eines Zaunes auf Nimmerwiedersehen im Niemandsland. Davor haben nämlich die Grenzbewohner die größte Angst."

Der Flüchtlingsstrom an der Grenze zu Slowenien hält die heimischen Einsatzkräfte weiter in Atem.
Foto: APA/AFP/Rene Gomolj
Foto: APA/AFP/Rene Gomolj
Foto: APA/AFP/Rene Gomolj
Foto: APA/AFP/Rene Gomolj

Immense Kosten durch Flüchtlingsstrom

Indes sind die Kosten, die durch den Flüchtlingsstrom entstehen, weiterhin Thema. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete am Freitag, dass Unterbringung, Versorgung und Integration der Flüchtlinge unsere Nachbarn im Jahr 2016 stolze 16 Milliarden Euro kosten werde. Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling hat bekanntlich für das nächste Jahr eine Milliarde Euro budgetiert. Eine Zahl, die wohl nach oben korrigiert werden muss, wenn - wie derzeit der Fall - immer mehr Flüchtlinge in Österreich um Asyl ansuchen wollen.

Aus dem Video- Archiv: Am 22. Oktober wurden die Einsatzkräfte in Spielfeld überrannt.

Video: Esterreicher, krone.tv

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30.10.2015, 17:00
Peter Gnam, Kronen Zeitung
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