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09.12.2016 - 06:54
Anwalt Alfred Boran im Gespräch mit seiner Mandantin
Foto: Klemens Groh

Gefeuerte Lehrerin: "Haben großen Fehler gemacht"

29.07.2016, 16:55

Monika (28, Name geändert) begleitet seit drei Jahren "ihre Kleinen" pädagogisch auf ihrem Weg. Jetzt ist sie arbeitslos, fristlos gekündigt. Monika war eine der vier Wiener Lehrerinnen, die 83 Volksschulkinder über Bahngleise in Leobendorf (NÖ) führte, obwohl der Schranken geschlossen war.  Warum sie das getan hat, ist ihr im "Krone"- Interview unerklärlich.

Sie beschönigt nichts, versucht nicht, sich aus der Affäre zu ziehen, sagt, was Sache ist: "Wir haben einen großen Fehler gemacht!"

Es war der 28. Juni, 83 Kinder, sieben Eltern und vier Lehrerinnen der Volksschule in Wien- Döbling genossen einen Tag auf der Burg Kreuzenstein bevor es zum folgenschweren Zwischenfall auf dem Bahnübergang kam. Der Zug nach Wien stand in der Haltestelle, alle begannen zu laufen - bei geschlossenem Schranken! "Es war eine Kurzschlussreaktion", sagt Lehrerin Monika. "Wir hatten Druck, um rechtzeitig in der Schule anzukommen."

Foto: Klemens Groh

Gekündigte Pädagogin: "Ich will meine Klasse wieder!"

Keine Vorbildwirkung, Verantwortungslosigkeit - ja, die 28- Jährige nimmt all diese Vorwürfe auf sich. "Ich wäre vorher nicht einmal mit einem Kind über die Straße gegangen, wenn die Ampel blinkt." Warum sie und ihre Kolleginnen trotzdem so agiert haben? "An dieser Stelle sieht man weit. Wir haben keine Gefahr gesehen. Wir sind ja auch selbst nicht lebensmüde", erzählt Monika, während ihr die Tränen über die Wangen laufen. "Ich will meine Klasse wieder", sagt sie leise.

Doch sie und zwei ihrer Kolleginnen wurden gefeuert, "Nummer vier" ist pragmatisiert. Ihr Anwalt (Kanzlei Boran/Burger) klagt jetzt die Stadt Wien nach der Entlassung und wird Monika strafrechtlich vertreten (fahrlässige Gemeingefährdung). Alfred Boran: "Das war eine entschuldbare Fehlleistung. Diese Frauen stehen vor dem wirtschaftlichen Nichts. Jeder Asylwerber hat mehr Rechte."

Eltern und ORF-Moderator Stefan Gehrer fordern eine zweite Chance für die Lehrerinnen.
Foto: Peter Tomschi

29.07.2016, 16:55
Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung
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