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11.12.2016 - 00:33
Foto: krone.tv / Video: krone.tv

Fix: FPÖ schickt Hofer ins Rennen um die Hofburg

28.01.2016, 09:55

Die FPÖ ist bei der Suche nach einem Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl fündig geworden. Wie die "Krone" bereits am Mittwoch erfahren hatte , wird der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer (44) ins Rennen um die Hofburg geschickt. "Er war unser Wunschkandidat, der Beschluss im Präsidium erfolgte einstimmig", gab Parteichef Heinz- Christian Strache bei einer Pressekonferenz am Donnerstag bekannt. Hofers Ziel? "In die Stichwahl kommen - und dort gewinnen."

Gelüftet wurde das "Geheimnis" um die Kür des FPÖ- Kandidaten durch die Enthüllung eines Plakats mit dem Hofer- Konterfei - und zwar durch Strache und Ursula Stenzel, die im Vorfeld ebenfalls als mögliche Kandidatin gehandelt wurde. Kurz vor Jahreswechsel hatte sich Hofer eigentlich bereits selbst aus dem Rennen genommen und erklärt, dass er sich mit seinen 44 Jahren zu jung für die Hofburg fühle.

Foto: APA/HANS KLAUS TECHT
Foto: APA/HANS KLAUS TECHT

Hofer: "Ich möchte Türen öffnen"

Dies relativierte er am Donnerstag: "Natürlich hatte ich Bedenken, ob ich für dieses Amt zu jung bin, denn das Durchschnittsalter beim Antritt der bisherigen Präsidenten war 68 Jahre. Aber der Zuspruch vieler Senioren hat mich bestärkt, dieses Rennen zu starten." Es sei eine Ehre für ihn, von der Partei die Chance bekommen zu haben, für das Amt des Bundespräsidenten kandideren zu dürfen. "Ich möchte Türen offen", so Hofer, der bis zur Wahl weiterhin das Amt des Dritten Nationalratspräsidenten ausüben wird.

Strache hält Wahlsieg für möglich

Strache meinte zu Hofers Alter: "Nein, er ist nicht zu jung für dieses Amt, er ist erfrischend - und das ist gut so." Der Parteichef hält einen Wahlsieg Hofers für möglich: "Die Menschen wünschen sich eine Erneuerung in diesem Land."

Kandidatur könnte Khol Stimmen kosten

Wie Insider vermuten, nominiert die FPÖ Hofer in erster Linie deshalb, um dem ÖVP- Kandidaten Andreas Khol Stimmen wegzunehmen. Zumindest muss Khol durch die Kandidatur Hofers gehörig um die angepeilte Stichwahl zittern. Hofer ist der bereits fünfte Kandidat für die Bundespräsidentenwahl neben Khol (74), Rudolf Hundstorfer (64), Alexander Van der Bellen (72) und Irmgard Griss (69). Mit seinen 44 Jahren ist Hofer der mit Abstand jüngste darunter.

Hofer seit 2005 Straches Stellvertreter

Hofer wird nicht nur von seinem Vorgänger als Dritter Nationalratspräsident, Martin Graf, als "politisches Talent" bezeichnet. Auch Strache hat den Burgenländer schon länger als Hoffnungsträger auserkoren - seit der Parteiübernahme durch Strache im Jahr 2005 ist der 44- Jährige einer seiner Stellvertreter. Auch für die inhaltliche Ausrichtung der Partei ist Hofer federführend mitverantwortlich.

Der gelernte Flugzeugtechniker - vor seiner politischen Laufbahn war Hofer Luftfahrttechniker bei Lauda Air - startete seine Karriere in der FPÖ vor 21 Jahren, als er Stadtparteiobmann in Eisenstadt wurde. 1996 stieg er dann zum Landesparteisekretär auf, seit 1997 war er Gemeinderat in Eisenstadt und seit 2000 Klubsekretär.

Nach der Spaltung der FPÖ 2005 und der folgenden Übernahme der Parteiführung durch Strache holte dieser den Burgenländer als stellvertretenden Bundesparteiobmann in sein Team. Im Jahr darauf zog Hofer in den Nationalrat ein - schon damals als Behindertensprecher. Seine Bereichsaufgabe ist dem Südburgenländer durch ein schicksalhaftes Ereignis quasi vorgegeben.

Schweren Paragleiter- Unfall überlebt

Im Sommer 2003 zog sich der vierfache Vater bei einem Paragleiter- Unfall in der Steiermark schwerste Verletzungen an der Wirbelsäule zu. Hofer war aus mehreren Metern Höhe abgestürzt. Der Verunglückte wurde mit dem Notarzthubschrauber nach Graz geflogen und mehr als vier Stunden operiert. Nach dem Unfall blieben zunächst Lähmungserscheinungen zurück, die er in einer mehrmonatigen Rehabilitation überwinden konnte. Im Februar 2004 kehrte er wieder in die burgenländische Politik zurück. Nach der Nationalratswahl 2013 stieg er zum Dritten Nationalratspräsidenten auf.

Inhaltlich gilt Hofer als einer der Chefideologen der FPÖ. Die Neuerstellung des Parteiprogrammes 2011 geschah unter seiner Verantwortung. Und auch beim 2013 in vierter Auflage erschienenen "Handbuch freiheitlicher Politik" war Hofer federführend tätig.

Präsidentenwahl findet am 24. April statt

Am Mittwoch hat der Hauptausschuss des Nationalrats den 24. April als offiziellen Wahltag genehmigt. Eine allfällige - und wahrscheinliche - Stichwahl würde am 22. Mai über die Bühne gehen.

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krone.at/AG
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