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22.03.2017 - 23:22
Foto: Andi Schiel

Brennpunkt Traiskirchen: Gewaltexzesse und Drogen

18.04.2016, 16:50

Während die Asylzahlen steigen, steht auch Österreichs größtes Flüchtlingslager Traiskirchen in Niederösterreich wieder im Brennpunkt. Ein 16- jähriger Afghane stach einen Algerier (32) mit einem Messer nieder - und bei Nigerianern erschnüffelten Drogenspürhunde in der Erstaufnahmestelle Suchtgift.

Fall 1: Am vergangenen Freitag kam es direkt vor dem Eingang des Lagers auf der Straße in Traiskirchen zu einem Messer- Drama. Ein sogenannter unbegleiteter Minderjähriger aus Afghanistan wollte einem Algerier die 30 Zentimeter lange Stichwaffe von hinten in den Hals rammen. Dieser konnte den Angriff gerade noch abwehren und flüchtete. Doch der 16- jährige Verdächtige rannte dem Nordafrikaner (32) nach und stach dreimal zu. Der Verletzte liegt im Krankenhaus Baden, der jugendliche Gewalttäter sitzt in Wien in U- Haft.

Fall 2: Bei zwei Polizeieinsätzen mit Drogenspürhunden wurden die vierbeinigen Kommissare jedes Mal bei Nigerianern fündig. Überhaupt steigt die Zahl afrikanischer Asylwerber in Traiskirchen an. Hinter Afghanistan folgen schon die Herkunftsländer Nigeria und Somalia. Insgesamt sind derzeit 1200 Menschen in Österreichs größtem Flüchtlingslager - fast die Hälfte von ihnen Minderjährige.

Trotz Grenzsperre 1000 Anträge pro Woche

Die Flüchtlingszahlen in Österreich steigen unterdessen wieder. Pro Woche gibt es trotz Grenzsperre wieder mehr als 1000 Asylanträge. Wird diese Entwicklung durch das bessere Wetter im Frühjahr bzw. Sommer noch beschleunigt, ist die von der Regierung gesteckte Asyl- Obergrenze von 37.500 bald erreicht.

Mit rund 17.000 Asylanträgen seit Jänner ist de facto schon die Hälfte des "Wunschkontingents" erreicht - und das, obwohl zu dieser Jahreszeit erfahrungsgemäß am wenigsten Flüchtlinge zu uns strömen. Besonders seit Anfang April verzeichnen die heimischen Sicherheitsbehörden aber wieder einen Anstieg der Zahlen der Einreisenden über Italien im Westen (Brennerroute) bzw. Ungarn im Osten.

18.04.2016, 16:50
Kronen Zeitung/red
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