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22.08.2017 - 15:05
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Psychosoziale Dienste bekommen weniger Geld

17.11.2010, 06:59
Wie sich die Sozial-Einsparungen des Bundes auf Oberösterreich auswirken werden, weiß der ressortverantwortliche Landesvize Josef Ackerl noch nicht, aber die Budgetnot des Landes hat schon klare Folgen: "Niederschwellige" psychosoziale Dienste müssen 2,9 Millionen Euro – ein Drittel ihrer Kosten – einsparen.
Psychiatrie- Primar Werner Schöny, Chef von "pro mente", schlägt Alarm: Bei einem Gesamtbudget von 65 Millionen Euro bekommt er für die Bereiche Beratung, Notdienst und Freizeit- und Kommunikationsangebote ab Jänner um 33 Prozent weniger vom Landes- Sozialressort. "Wir werden 60 bis 80 Mitarbeiter kündigen müssen und vielen Menschen nicht mehr helfen können", so Schöny.

15.752 Oberösterreicher nahmen im Vorjahr den Beratungsdienst in Anspruch, 5.963 suchten Hilfe beim Notfalldienst, der unter anderem suizidgefährdeten Menschen hilft, und 2.689 nutzten die Freizeit- und Kommunikationsangebotevon "pro mente".

Ackerl: "Betreuung ist gesichert"

Ebenfalls von den Kürzungen betroffen sind "Exit sozial" und das "Arcus" Sozialnetzwerk, bei denen weitere 20 Jobs bedroht sind. "Es ist dafür gesorgt, dass die Klienten die nötige Betreuung in Krankenhäusern finden", versucht Ackerl zu beruhigen, Schöny warnt aber, dass die Psychiatrien schon jetzt überfüllt seien.

Weitere Geldprobleme kommen durch die Sozial- Kürzungen des Bundes auf Ackerl zu: 30 bis 40 Millionen Euro, die das Land zusätzlich hätte erhalten sollen, werden nicht kommen. Was sonst noch alles passieren könnte, wurde noch gar nicht ausgerechnet. "Ich bin überzeugt, dass sich noch etwas ändern wird", so Ackerl: "Die Kürzungen können nicht das letzte Wort sein."

Kronen Zeitung

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