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24.08.2017 - 11:03
Foto: Christof Birbaumer

Betroffenheit beim LASK über den Tod von Besian Idrizaj

17.05.2010, 08:42
Die Nachricht vom Tod des ehemaligen LASKlers Besian Idrizaj hat beim ganzen Team tiefe Betroffenheit ausgelöst. Das Länderspiel gegen Kroatien am Mittwoch beginnt mit einer Trauerminute für den tragisch verstorbenen ehemaligen U-21-Teamspieler.

"Er hatte alles, um ein Spiel alleine entscheiden zu können", erinnerte sich Didi Constantinis Assistent Manfred Zsak, der damals sein Teamchef war. Über gesundheitliche Probleme klagte der introvertierte Idrizaj bei ihm nie. Teamarzt Ernst Schopp hatte zwar nie direkt mit ihm zu tun, wusste aber von den Kollegen bei den Nachwuchsteams, dass es etwas gab.

Die Spieler können den tragischen Tod des jungen Idrizaj kaum fassen. "Das ist ja mein Jahrgang, da wird man schon nachdenklich", gab Martin Harnik zu. 1987 war auch das Geburtsjahr von Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl. Ein Jahr älter ist Teamneuling Florian Klein, der mit ihm im Nachwuchs des LASK gespielt und hautnah miterlebt hatte, wie er nach dem ersten Kollaps in Innsbruck während eines Probetrainings des LASK zusammengebrochen war.

Daher glühten am Samstag zwischen Pörtschach und Prag die Handys von Klein und vom neuen tschechischen Meister Niklas Hoheneder. Als der nach all dem Jubel über den Triumph mit Sparta in der Kabine das Handy aufdrehte, las er einige SMS mit der Todesnachricht.

"Wenigstens war es ihm vergönnt, daheim zu sterben"

Damit war die ganze Jubelstimmung nach seiner erfolgreichen ersten Saison als Legionär fast ganz weg. "Ehrlich, ich konnte mich nicht mehr so richtig freuen. Immer wieder kam mir die Tragödie in den Sinn. Was wir alles miteinander erlebten und jetzt das." Klein und Hoheneder diskutierten auch, wie man das nach den Warnzeichen  hätte verhindern können – wahrscheinlich nur, indem Idzaj etwas zurückgesteckt und auf die Karriere verzichtet hätte. "Es ist wirklich kein Trost, aber wenigstens war es ihm noch vergönnt, daheim bei der Familie zu sterben und nicht irgendwo allein in England", so Hoheneder.

von P. Linden "OÖ Krone"

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