Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
08.12.2016 - 21:00
Foto: AFP

Halal- Markt soll Alkohol und Schwein verkaufen

08.08.2016, 12:09

Im Pariser Vorort Colombes muss sich die französische Justiz derzeit mit einem Streit zwischen der Stadtverwaltung und dem Besitzer eines Halal- Markts befassen. Der Grund: Die Stadt will den Geschäftsmann zwingen, Alkohol und Schweinefleisch zu verkaufen, was nach islamischem Recht jedoch verboten ist. "Wir wollen keine Gegend, die nur muslimisch ist - aber auch keine Gegend, in der es keine Muslime gibt", sagte ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Das arabische Wort "halal" steht für Dinge und Handlungen, die nach islamischem Recht erlaubt oder zulässig sind. Alkohol und Schweinefleisch sind hingegen sind verboten.

Der bestehende Pachtvertrag mit dem Supermarktbetreiber Soulemane Yalcin sehe allerdings einen Gemischtwarenladen vor, weshalb auch ein gemischtes Sortiment angeboten werden müsse, argumentierte die Behörde gegenüber der britischen Tageszeitung "The Telegraph". Für die Anrainer sei es demnach unzumutbar, einen weiteren Weg zum nächsten Supermarkt zurücklegen zu müssen.

Stadtverwaltung: "Soziale Mischung wichtig"

Der Halal- Markt hatte im vergangenen Jahr einen anderen Supermarkt ersetzt. Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung gab gegenüber dem "Telegraph" an, dass sich vor allem ältere Anwohner über den längeren Weg zum nächsten Supermarkt beschwert hätten. Der Stadtverwaltung sei außerdem eine "soziale Mischung" wichtig.

Betreiber wehrt sich - Prozess im Herbst

Yalcin lehnte die Forderung der Behörden bisher vehement ab, schließlich verstoße sie gegen sein Konzept. Er sehe Interpretationsspielraum in den Vorgaben des Vertrags. Gegenüber der französischen Zeitung "Le Parisien" sagte er, es sei vom Führen eines "Lebensmittelladens mit damit verbundenen Tätigkeiten" die Rede. Dies schließe seiner Meinung nach einen Halal- Markt nicht aus.

Außerdem führe er als Geschäftsmann ganz bewusst einen derartigen Markt und orientiere sich dabei an der großen Nachfrage der Kunden. Hinzu kommt laut Yalcin, dass es in Läden, in denen Alkohol verkauft wird, oft Probleme gäbe.

Die Behörden wollen nun vor Gericht eine Kündigung des bis 2019 laufenden Pachtvertrags erzwingen. Die Verhandlung soll im Oktober beginnen.

08.08.2016, 12:09
thz, krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum