Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
21.09.2017 - 02:32
Foto: APA (ÖWF/Florian Voggeneder)

Forscher prüften Raumanzug auf Mars- Tauglichkeit

05.01.2017, 06:25

In Innsbruck haben Experten des Österreichischen Weltraumforums (ÖWF) die Funktionsfähigkeit eines Raumanzugs einem "Mars- Tauglichkeits- Test" unterzogen. Der Anzug wurde durch die Annäherung an eine Tesla- Spule vollzogen. Die verursachten statischen Blitzentladungen sind dazu in der Lage, elektrische Leitungen im Anzug statisch aufzuladen und somit unbrauchbar zu machen.

Beim nachmittäglichen Test in der Tiroler Landeshauptstadt am Dienstag ging aber alles gut. Dabei ereignete sich auf einer Terrasse des ÖWF inmitten einer ganz normalen Wohnsiedlung wahrlich "Außerirdisches". Dort stellte man kurzerhand eine Tesla- Spule auf. Diese sei von einem ÖWF- Mitarbeiter selbst gedreht worden, versicherte man den staunenden Journalisten.

Ebendieser bestritt quasi das Vorprogramm und überbrückte die Wartezeit bis zum Test des 45 Kilogramm schweren Raumanzug- Prototyps "Aouda.X". Auf einer Stange fixiert, setzte der Mitarbeiter Materialen wie etwa Aluminium oder Holz den Blitzen der Tesla- Spule aus. Getestet wurde dabei wie lange und gut Materialien, die auch bei einem Raumanzug zu finden sind, diesem starken Blitzgewitter standhalten. Akribisch wurde sowohl Material als auch Zeitdauer festgehalten. Aluminium schlug sich dabei zum Beispiel famos. Selbst das Visier eines Raumanzuges war vor den Materialtests nicht sicher. Auch dieses hielt stand.

Anzug durch Tesla- Blitze auf harte Probe gestellt

Am späten Nachmittag, es dämmerte schon leicht, entstieg ein sogenannter "Analog- Astronaut" dem Fenster des ÖWF. Eine mühevolle, fast schon sportliche Übung, zumal der Raumanzug eine nicht gerade niedrige Kilogramm- Zahl aufweist. Im Dienste der Wissenschaft begab sich dieser sodann zielstrebig in die Nähe der Tesla- Spule. An einer circa ein Meter langen Stange hatte der Astronaut stahlähnlich wirkendes Material befestigt. Sodann blitzte es und die statischen Blitzentladungen kamen dem Raumanzug oft gefährlich nahe.

Diese Blitzentladungen sollten aber nicht nur eindrucksvolle Demonstration der Widerstandsfähigkeit des selbst entworfenen Prototyps sein. Der Raumanzug wurde nämlich auf nichts weniger als auf seine Mars- Tauglichkeit hin getestet. Auf dem Roten Planeten können sogenannten Staubteufel (Bild unten) auftreten, welche wiederum Blitzentladungen mit sich bringen. Erst im Angesicht dieser Staubteufel und deren Blitzentladungen stellt sich die wahre Widerstandsfähigkeit eines Raumanzuges heraus. Aufgrund des Tests in Innsbruck darf man also guter Dinge sein, dass im Ernstfall alles gut gehen würde.

Foto: NASA/JPL-Caltech

Nach dem Test war der "Analog- Astronaut" jedenfalls sichtlich erleichtert und redselig. Man habe dem Anzug einer "elektromagnetischen Keule" aussetzen wollen. Erste Konzepte zu dem Anzug habe es bereits 2007 gegeben, 2009 dann erste Prototypen. Heute sei man schon recht weit und an der europäischen Spitze in dieser Entwicklung. Der "Mars- Tauglichkeit" wurde jedenfalls an diesem ansonsten ganz normalen Wintertag Genüge getan.

Redaktion
krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum