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Kollaps am Steuer

21.11.2009, 19:21
Mutiger Tiroler bremst mit eigenem Pkw Unfallwagen ab
Mutiger Tiroler bremst mit eigenem Pkw Unfallwagen ab (Bild: Christof Birbaumer)
Da gehört schon eine große Portion Mut dazu, aber Markus Ploner (29) aus Sellrain in Tirol bleibt bescheiden: "Irgendwie musste ich den Wagen ja zum Stehen bringen", sagt er trocken. Zur Vorgeschichte: Ein 69-Jähriger hatte am Freitag am Lenkrad einen Kollaps erlitten. Ploner stoppte mit seinem Pkw das "führerlose" Auto auf der Inntalautobahn.

Ploner war gegen Mittag Richtung Unterland unterwegs, als auf der Autobahn bei Innsbruck Ost direkt vor ihm ein Unfall passierte. "Das Auto ist gegen die Mittelleitschiene geprallt, dann nach rechts geschleudert worden und nach erneutem Kontakt mit der Leitschiene in Schlangenlinien weitergefahren", schildert der Kfz-Meister.

"Ein anderer Lenker und ich haben dann die Warnblinkanlagen eingeschaltet und sind eine Zeit lang hinterhergefahren. Kurz vor Hall West habe ich dann eine Chance genützt, ihn rechts zu überholen. Da sah ich, dass der Lenker vornübergebeugt am Lenkrad hing und nicht mehr auf die Straße schaute. Ich habe dann nicht mehr lange überlegt", erzählt er von den aufregenden Minuten.

Der 29-Jährige reihte sich vor dem Kleinwagen ein, ließ ihn sanft auf sein Auto prallen und brachte ihn so zum Stillstand. "Wir waren nicht mehr sehr schnell, aber 40 km/h werden es schon gewesen sein", glaubt Ploner. "Als ich dann am Pannenstreifen die Fahrertür öffnete, sagte mir der 69-Jährige nur, dass ihm plötzlich schlecht geworden sei, und dann fragte er mich: Ist was passiert? Nein, nein, alles in Ordnung", beruhigte er den Pensionisten.

Die Rettung brachte den 69-Jährigen ins Haller Krankenhaus, der mutige Retter setzte seine Fahrt fort.

von Stefan Ruef, Tiroler Krone

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