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Rapid- Fans sorgen bei Amateur- Derby für Skandal

11.05.2017, 09:32

Beim Wiener Amateur- Derby zwischen Rapid und Austria kam es nach Spielende zu einem Fan- Eklat. Aus dem Block der Rapidler ertönten lautstark antisemitische Beschimpfungen. Für Rapid sind "solche Vorfälle unentschuldbar."

Rapid verlor das Amateur- Derby gegen die Wiener Austria trotz Überzahl mit 1:2. Wie "Der Standard" berichtet, gingen bei den Fans danach die Wogen hoch. Einige Anhänger riefen nach Schlusspfiff mehrmals: "Judenschweine".

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Auf der Facebookseite "platzverweis.at" wurde das Spiel live übertragen. Die unschönen Szenen sind im Video ab 1:19:48 zu hören:

Rapid reagierte mit einem E- Mail an den "Standard" auf die Vorfälle und distanzierte sich klar: "Bedauerlicherweise kam es im gestrigen Spiel zu völlig verzichtbaren Szenen. Eine kleine Gruppe von Besuchern tat sich durch antisemitische Rufe hervor, der SK Rapid verurteilt diese als Gastgeber dieses Spiels auf das Allerschärfste. Behördliche Ermittlungen gegenüber den Verursachern werden von Seiten des SK Rapid voll unterstützt und jene Personen, die sich nachweislich an diesen Beschimpfungen beteiligt haben, werden umgehend mit Hausverbot für sämtliche Veranstaltungen des SK Rapid belegt."

Weiters hieß es in dem Schreiben: "Solche Vorfälle sind unentschuldbar und zudem absolut unvereinbar mit dem Leitbild unseres Vereins, in dem es unter anderem heißt: Der SK Rapid ist offen. Menschliche Vielfalt war und ist der Motor unseres Erfolgs. Deshalb, und aufgrund unserer sozialen Verantwortung für eine offene Gesellschaft, kann jeder Mensch, der das Wohl Rapids in den Vordergrund seines Denkens und Handelns stellt, Rapidler sein."

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In einer hitzigen Partie setzte sich die Austria vor 500 Zusehern mit 2:1 durch. Schiedsrichter Alain Sadikovski hatte dabei viel zu tun: Gleich zwölf gelbe und zwei gelb- rote Karten wurden verteilt. Rapid ging durch einen Treffer von Paul Sahanek (5.) früh in Führung. Postwendend erzielte Jonovic per Kopf (7.) den Ausgleich. Michael Endlicher (15.) nutzte einen Abwehrfehler zum 2:1. Mit nur neun Mann brachten die Veilchen das Ergebnis über die Zeit.

Wie die Austria über Twitter bekannt gab, steht der Klub wegen der antisemitischen Beschimpfungen mit den Behörden in Kontakt.

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