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22.10.2014 - 06:50

Anastasiades zum neuen Präsidenten von Zypern gewählt

24.02.2013, 18:57
Anastasiades zum neuen Präsidenten von Zypern gewählt (Bild: AP)
Foto: AP
Der konservative Politiker und Sparkurs- Befürworter Nikos Anastasiades wird neuer Präsident von Zypern. Der 66- Jährige erhielt bei der Stichwahl am Sonntag 57,5 Prozent der Stimmen und siegte damit über Ex- Gesundheitsminister Stavros Malas. Erste Aufgabe des neuen Staatschefs wird es sein, ein Hilfspaket der Euro- Staaten für das schwer angeschlagene Zypern zu verhandeln.

Zypern hatte im Juni eine Anfrage auf Hilfe aus dem Euro- Rettungsfonds gestellt und benötigt nach eigenen Angaben rund 17 Milliarden Euro, vor allem für seine angeschlagenen Banken. Erhält der Staat keine Hilfe, droht ihm die Pleite. Die Euro- Finanzminister hatten entschieden, über den Antrag erst nach der Wahl eines neuen Staatschefs entscheiden zu wollen.

Neuer Präsident hat gute Kontakte zu Angela Merkel

Der pro- europäische Anastasiades, der gute Beziehungen zur deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel hat, hatte sich im Wahlkampf für strikte Sparmaßnahmen ausgesprochen, um die Vorgaben der internationalen Gläubiger zu erfüllen. Zypern befinde sich an einem Scheideweg, sagte der Chef der konservativen Demokratischen Sammlungsbewegung (Disy) bei der Stimmabgabe in der Küstenstadt Limassol. "Diese Wahl markiert den Beginn einer neuen Ära für Zypern."

"Die kommende Regierung steht vor großen Herausforderungen", konstatierte auch Malas bei seiner Stimmabgabe. Der 45- jährige Genforscher war erst 2011 in die Politik eingetreten und wurde im Wahlkampf von der kommunistischen Akel- Partei des äußerst unbeliebten, scheidenden Präsidenten Demetris Christofias unterstützt.

Verlierer Malas: "Jetzt brauchen wir Geschlossenheit"

Am Abend gestand Malas seine Niederlage kurz vor Veröffentlichung der offiziellen Ergebnisse ein. "Jetzt brauchen wir Geschlossenheit", sagte er in seiner Wahlkampfzentrale. "Aber wir werden strikt alles kritisieren, was den Interessen des Volkes oder des Landes widerspricht." Malas war im Wahlkampf für eine Entschärfung der Sparauflagen eingetreten.

Zyperns Wirtschaft war 2012 um 2,3 Prozent geschrumpft. Für das laufende Jahr wird mit einem Rückgang um 3,5 Prozent gerechnet, eine Erholung nicht vor 2016 erwartet.

AG/red
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