Zoff bei Swiss Ski

Jetzt tritt auch Pini als Cheftrainer der Damen zurück

Sport
22.03.2012 14:23
Der Cheftrainer der Schweizer Ski-Damen, Mauro Pini, legt sein Amt zurück. "Mit diesem Team hätte es für mich bestimmt noch viele spannende Aufgaben und große Ziele gegeben. Aber ich sehe mich in Anbetracht der Umstände am Ende dieser Saison persönlich nicht mehr in der Lage, diese weiter zu verfolgen", lautete der Kommentar von Pini. Swiss Ski bedauerte den Abgang und hätte sich gewünscht, dass der 47-Jährige den eingeschlagenen Weg weitergegangen wäre.

Erst im Februar war der damalige Damen-Cheftrainer Stefan Abplanalp von Swiss Ski wegen eines angeblichen Trinkgelages während der Weltcuprennen in Sotschi vor die Tür gesetzt worden. Pini übernahm Abplanalps Amt, die Rennläuferinnen waren mit diesem Wechsel jedoch gar nicht einverstanden und gingen auf die Barrikaden. So meinte etwa Fränzi Aufdenblatten: "Stef ist für uns wichtiger ist als Mauro. Darum werden wir alles daran setzen, dass er wieder unser Trainer wird."

Bei dem angeblichen Trinkgelage sollen auch Serviceleute beteiligt gewesen sein. Ein ehemaliger russischer Trainer soll sich zudem verletzt haben, als er von einem Glas getroffen wurde.

Abplanalp fühlt sich als Opfer einer Intrige
"Mit dieser Sache habe ich nichts zu tun. Da war ich bereits im Bett", rechtfertigte sich Abplanalp damals. Er war überzeugt, dass er Opfer einer Intrige wurde: "Weil Mauro ­gespürt hat, dass ich in der Mannschaft größere Akzeptanz habe als er, hat er mit einem ganz miesen Spiel begonnen. Er wollte mich loswerden. Mauro predigt Wasser, obwohl er früher selber Wein ­getrunken hat."

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