French Open

Paszek verliert gegen Henin, Bammer in Runde 3

Sport
31.05.2007 12:18
Sybille Bammer hat am Mittwoch mit einer überzeugenden Leistung die dritte Runde der French Open in Paris erreicht. Für Österreichs Herren hingegen sind die French Open 2007 im Einzel vorbei: Jürgen Melzer, Stefan Koubek und Werner Eschauer mussten sich am Mittwoch allesamt zu starken Gegner geschlagen geben. Ausgeschieden ist in Runde zwei auch Tamira Paszek, sie verlor gegen Justine Henin in zwei Sätzen. Bereits in der ersten Runde hatte Alexander Peya gegen Nicolas Lapentti aufgeben müssen.

Die erst 16-jährige Paszek schlug sich gegen die Weltranglisten-Erste und zweifache Titelverteidigerin Henin aber sehr gut, ehe sie sich mit 5:7, 1:6 geschlagen geben musste. Sie zeigte aber ihr großes Talent und ihren großen Kampfgeist. Nervosität am Beginn auf dem großen Court Suzanne Lenglen gegen die zweifache Titelverteidigerin antreten zu müssen war wohl die Hauptursache für das rasche 0:5 im ersten Satz. Dann fing sich Paszek aber und zeigte wirklich im Rest des Satzes Weltklasse-Tennis: Wie sollte man sonst fünf Games in Folge gegen Henin erklären? Insgesamt vier Bälle zum Tie-Break vergab Paszek danach, der Verlust von Satz 1 war die Entscheidung. 

Bammer stürmt in Runde drei
Sybille Bammer -  als Nummer 20 gesetzte - fertigte die ukrainische Qualifikantin Olga Sawtschuk in 61 Minuten mit 6:0, 6:2 ab und trifft nun am Freitag entweder auf die Chinesin Na Li (Nr. 16) oder die Französin Pauline Parmentier. Eine dritte Runde bei einem Tennis-Major hatte Bammer zuvor bei den Australian Open und in Wimbledon (jeweils 2006) erreicht. Die Weltranglisten-25. nahm dies nicht selbstverständlich auf: "Ich freue mich riesig", meinte sie bescheiden. "Ich kann jetzt befreiter spielen."

Die einzige Mutter in den Top 100 hat auch gute Chancen auf das Achtelfinale. "Ich steigere mich oft mit dem Gegner, ich kann sicher aggressiver spielen als in den vergangenen Tagen und den Aufschlag aktiver einsetzen", hofft sie.

Melzer verliert gegen seinen Angstgegner
Melzer unterlag seinem "Angstgegner" Juan Monaco in drei Sätzen glatt mit 2:6, 3:6, 2:6, Koubek wehrte sich gegen Juan Carlos Ferrero, verlor aber auch ohne Satzgewinn 4:6, 5:7, 3:6, und auch für Werner Eschauer war gegen den Weltranglisten-Vierten Nikolaj Dawidenko nicht viel zu holen. Der 33-Jährige musste sich mit 5:7, 3:6 und 1:6 beugen.

"Der spielt derzeit einfach zu gut für mich, auch wenn ich hundertprozentig fit gewesen wäre, hätte ich verloren", meinte der zuletzt stark verkühlte Melzer sportlich. Er habe alles versucht, aber "der ist einfach besser. Aber ich wünsche ihn mir auf Rasen", hofft er auf eine Revanche.

Roddick und Gonzalez in Paris bereits out
Während die beiden großen Favoriten Roger Federer und Rafael Nadal am endlich regenfreien dritten Tag der French Open mit sicheren Drei-Satz-Siegen weitergekommen sind, gab es auch zwei faustdicke Überraschungen: Der als Nummer 3 gesetzte Andy Roddick und die Nummer 5, Sandplatzspezialist Fernando Gonzalez, mussten sich gleich zum Auftakt des Grand-Slam-Turnieres geschlagen geben.

Gonzalez machte gegen den Tschechen Radek Stepanek gar nur acht Games. Sein Paris-Viertelfinale von 2003 bleibt sein bestes Resultat hier. Ansonsten kam er in bisher sieben Versuchen nicht über die dritte Runde hinaus.

Roddick unterlag dem Russen Igor Andrejew mit 6:3, 4:6, 3:6, 4:6. Der US-Amerikaner kann mit seiner bisherigen Bilanz in Roland Garros nicht zufrieden sein: Bei seinem insgesamt siebenten Auftritt setzte es (wie im Vorjahr) schon die vierte Erstrunden-Niederlage für Roddick.

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