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Marcel Kollers erste Dienstreise führt nach Gladbach

14.10.2011, 09:16
Marcel Kollers erste Dienstreise führt nach Gladbach (Bild: EPA, APA/ROBERT JAEGER)
Foto: EPA, APA/ROBERT JAEGER
Österreichs Punktejagd muss noch eine Woche auf den neuen Teamchef warten. Marcel Koller beginnt seine Mission am Samstag in der deutschen Bundesliga: Er sitzt bei Martin Stranzls Heimspiel mit Mönchengladbach gegen Leverkusen auf der Tribüne. Am Sonntag ist er dann an seiner ehemaligen Wirkungsstätte in Köln, wo Hannover mit Emanuel Pogatetz gastiert und Daniel Royer auf der Ersatzbank Platz nehmen wird.

Auf der von Kollers Manager Dino Lamberti gestalteten Homepage war Koller am Freitag mit Österreichs U18- Teamchef Thomas Janeschitz und dessen Assistenten Hans Füzi zu sehen. Im Hotel in Zürich vor der 1:2- Niederlage des U18- Teams gegen die Schweiz wird Koller sicher keinen Kandidaten für seine Premiere gegen die Ukraine gefunden haben.

Und man konnte auch ein Video  über 2:44 Minuten sehen, wie Koller via TV das 0:0 gegen Kasachstan beobachtete, sich Notizen über positive Aspekte und Fehler machte, die Hände entsetzt über den Kopf zusammenschlug, als Marko Arnautovic die größte Führungschance ausließ.

Überlegt sich's Stranzl doch noch anders?

Aber dass er seinen Job bei Stranzl beginnt, ist doch brisant. Weil der ja vor zwei Jahren aus Ärger über Didi Constantini seine Teamkarriere beendet hatte, vor drei Wochen unter vier Augen Sportdirektor Willi Ruttensteiner etwas Bereitschaft signalisierte, mit sich reden zu lassen. Aber durchblicken ließ, dass in seiner Lebensplanung das Karriereende für 2013 vorgesehen ist.

Brückners Fehler

Ob der Schweizer Stranzl dazu bewegen kann, alles nochmals zu überdenken? Vielleicht will er auch nur Stranzls Meinung hören. Und erfährt von ihm den größten Fehler, den Karel Brücker nach Stranzls Meinung in seiner kurzen Ära machte: nämlich zu glauben, dass alles, was er nur einmal sagte, in den Köpfen der Spieler bleibt. Man muss es jedesmal wiederholen und neu vorkauen.

Am Dienstag kommt Koller nach Wien: Zunächst stehen organisatorische Besprechungen, auch über seinen Assistenten, der ein derzeit jobloser Schweizer werden soll, auf dem Programm. Und dann die ersten Spielbeobachtungen: Donnerstag in der Europa League Sturm – Anderlecht, drei Tage später das Wiener Derby Austria – Rapid.

Peter Linden, Kronen Zeitung
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