"Nur die Nervosität könnte ihre (kroatischen) Beine lähmen." Hier liege die Aufgabe von Teamchef Slaven Bilic: "Die Spieler zu überzeugen, dass sie sich von der ersten Minute an als Favorit präsentieren, als Mannschaft, die eine Klasse stärker ist als der Gegner, die ihr Spiel spielt, mit kühlem Kopf - in jedem Moment wissend, dass sie besser sind. Das wird reichen für drei Punkte", präsentierte die Zeitung die "Formel".
Coach Josef Hickersberger habe zwei Jahre Zeit gehabt, sein Team auf die EURO vorzubereiten. "Er hatte eine Idee und wollte das Team verjüngen, suchte, testete, wanderte, errang in 15 Spielen einen Sieg - neben sieben Niederlagen und sieben Remis. Und am Schluss gab er nach und holte Ivica Vastic zurück."
Hickersberger habe "seine Vision nicht durchgehalten". Es sei ihm nicht gelungen, eine Mannschaft aufzubauen, die im Juni ein ernsthafter Gegner sein könnte. Der Blick auf die FIFA-Weltrangliste sage viel. Der 101. Platz sei "nicht ganz realistisch, aber auch nicht grundlos". "Solide Tormänner, löchrige Abwehr, unzusammenhängendes Mittelfeld..."
Harte Worte für Ivanschitz
Das Testspiel gegen Nigeria am Dienstag sei ein weiterer Beweis dafür gewesen: "Österreich hat schlecht gespielt. Andreas Ivanschitz hat auf dem Rasen nicht existiert". Dennoch habe das 1:1 gegen ersatzgeschwächte Nigerianer den "Glauben der Nation an ein Wunder" erhalten. "Österreich muss noch viel machen. Aber für die EURO 2012. Denn Kroatien kommt schon in zehn Tagen. Bis dahin kann Hickersberger so gut wie nichts machen", so "Vecernji list".
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