Doppel-Olympiasieger Ammann (260,5 Punkte), der nach dem ersten Durchgang mit der Höchstweite von 131 m klar vor Morgenstern und Loitzl geführt hatte, reichte im zweiten Durchgang ein durchschnittlicher Sprung auf 126,5 m, um seinen vierten Weltcup-Sieg perfekt zu machen. Routinier Loitzl verpasste seinen ersten Weltcup-Erfolg um 4,4 Punkte. Der Steirer legte Ammann mit 130 m im zweiten Durchgang einiges vor. Der Schweizer, der am Donnerstag auch in der Quali die Bestweite erzielt hatte, behielt jedoch die Nerven.
Vorjahressieger Thomas Morgenstern (248,3 Punkte/125,0 m/126,0 m) gelang im zweiten Versuch keine nennenswerte Verbesserung und er musste Loitzl und Jungstar Schlierenzauer (255,1 Punkte/121,0 m /133,5 m) vorbeiziehen lassen. Der Kärntner Koch verbesserte sich mit einem starken zweiten Sprung vom elften auf den sechsten Rang. Höchstweite im zweiten Durchgang sprang der fünftplatzierte Norweger Anders Bardal mit 137 m.
Der Salzburger Markus Eggenhofer klassierte sich bei seinem Weltcup-Debüt in den Weltcup-Punkterängen. Skiflug-Teamweltmeister Andreas Kofler und sein Teamkollege Bastian Kaltenböck verpassten die Qualifikation für das Finale der besten 30. Wenig Grund zur Freude hatten zum Auftakt die Mannschaften aus Finnland und Deutschland. Ville Larinto für die Gastgeber als Neunter bzw. Michael Neumayer als Elfter für die vom Vorarlberger Werner Schuster trainierten Deutschen sorgten für die jeweiligen Topplatzierungen.
Loitzl: "Gute Form stimmt zuversichtlich"
Der zweitplatzierte Wolfgang Loitzl zeigte sich zufrieden mit dem Saisonauftakt. "Die gute Form, die ich bereits jetzt habe, stimmt mich zuversichtlich für die kommende Saison", betonte der 28-jährige Steirer. "Man kann es aber auch als gutes Omen werten, denn auch im letzten Jahr sind wir mit einem zweiten Platz gestartet und darauf folgte eine sensationelle Saison", kommentierte der Routinier den zweiten Platz des ÖSV-Quartetts im Teamspringen.
Gregor Schlierenzauer ortet noch Verbesserungspotenzial: "Das Resultat war gut, meine Leistung noch nicht ganz. Obwohl meine Sprünge bereits gut sind, fehlt noch die eine oder andere Kleinigkeit", meinte der drittklassierte Tiroler. "Für die Saison schaut es aber sehr gut aus, wenn man bedenkt, dass ich mit nicht perfekten Sprüngen trotzdem auf dem Podest landen konnte", fügte der sechsfache Sieger der vergangenen Saison an.
Auch im Teambewerb auf Rang 2
Auch im Teambewerb zum Skispringer-Weltcup in Kuusamo gab es für das ÖSV-Team Rang zwei. Wolfgang Loitzl, Martin Koch, Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern mussten Finnland um 5,8 Punkte den Vortritt lassen. Den Sieg der Gastgeber machte Matti Hautamäki als Schlussspringer der Finnen mit der Tagesbestweite von 140,0 Metern perfekt, Thomas Morgenstern landete danach bei 136,5 Metern.
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