Di, 23. Jänner 2018

Baby ahoi!

01.09.2007 14:34

Schrimpskutter-Kapitän als Geburtshelfer

Captain Ed Kiesel ist ein Seebär von altem Schlag, und es gibt kaum etwas, was ihn noch rühren kann. Doch das kleine Baby, das er auf dem Foto im Arm hält, überwältigt ihn doch. Auf hoher See im Golf von Mexiko hat der Schrimpskutter-Kapitän mit Nerven aus Stahl den Buben mit den Füßen voran auf die Welt geholt.

Bei Schiffsköchin Cindy Preisel hatten am 29. August auf offener See – kilometerweit von der texanischen Küste und vom nächsten Arzt entfernt - plötzlich die Wehen eingesetzt. Der erfahrene Kapitän fackelte nicht lange, holte das Erste-Hilfe-Handbuch und frische Handtücher aus seiner Kajüte und tat, was er tun musste. 

Kind steckte mit dem Kopf fest
Besonders dramatisch wurde die Situation, als Kiesel bemerkte, dass das Kind mit den Füßen voran zur Welt wollte. „Ich bin kein Arzt“, sagt Kiesel später, „aber ich habe sofort kapiert, dass das nicht so sein sollte.“ Vorsichtig fasste Kiesel das Kind und zog zuerst die linke und dann die rechte Schulter heraus.

„Aber dann steckte der kleine Kerl mit seinem Kopf fest und es sah aus, als ob er ersticken müsste“, schildert der Kapitän die dramatischen Minuten. „Ich habe deshalb das einzige getan, was noch übrig blieb – ich wartete die nächste Wehe ab zog ihn heraus.“ 

Der kleine Brian Edward atmete nicht
Doch noch war nicht alles gut. Das Kind atmete nicht! Erst durch eine Mund-zu-Mund-Beatmung konnte Kiesel den Buben ins Leben holen und seiner Mutter in die Arme legen. Cindy Preisel hat das Kind – das eigentlich erst Mitte September hätte kommen sollen - inzwischen auf den Namen Brian Edward Mawhorr getauft. Damit heißt der Kleine nun nach seinem Vater Brian und nach seinem Lebensretter Edward.

Bilder vom Schrimpskutter-Baby im Arm seiner Mutter findest du in der Infobox.

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