Mi, 25. April 2018

Keine Gottesfurcht

17.08.2007 14:27

Priester für zu lautes Läuten bestraft

Männer Gottes können es mit dem Jubel für den Herrn auch übertreiben. In Holland wurde ein Priester zu 5.000 Euro Strafe verurteilt, weil er die Kirchglocken zu laut läutete – was vor allem um sieben Uhr Früh auf erbitterten Widerstand der Anrainer stößt.

Der Streit begann prompt nach der Ankunft des Priesters im Ort Tilburg vor sechs Monaten. Anders als sein Vorgänger wollte der Mann keinesfalls darauf verzichten, regelmäßig um sieben Uhr morgens die Glocken laut ihre frohe Botschaft verkünden zu lassen.

Anrainer beschwerten sich, erreichten beim sturen Gottesmann aber gar nichts. Also gingen sie vor Gericht – und bekamen Recht. "Der Priester kann läuten, wann er will, aber er muss den Lärm innerhalb der gesetzlichen Grenzen halten", verkündete der Richter und verhängte 5.000 Euro Strafe. Allerdings ist keineswegs sicher, ob sich der Pfarrer dem weltlichen Gericht unterordnen wird. Im Ort befürchtet man, dass sich ein Streit á la Don Camillo und Peppone anbahnt.

Bild: Martin Jöchl

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