Di, 12. Dezember 2017

Vier Verletzte

02.12.2017 18:46

Fußgängerbrücke in Prag in die Moldau gestürzt

Eine mehr als 250 Meter lange Fußgängerbrücke in Prag ist am Samstag eingestürzt und in die Moldau gefallen. Vier Menschen seien bei dem Unglück verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Die Betonbrücke über die Moldau im Norden der tschechischen Hauptstadt war 1984 gebaut worden. Auf ihr konnten Fußgänger und Radfahrer nahe dem Prager Zoo den Fluss überqueren.

Spaziergänger hatten den Einsturz beobachtet und sofort die Rettungskräfte alarmiert. Eine Sprecherin der Rettungssanitäter sagte, ein 60-jähriger Mann sei ins künstliche Koma versetzt worden. Eine 63-jährige Frau habe zahlreiche Verletzungen erlitten. Zwei 34 und 43 Jahre alte Männer seien notversorgt und dann ebenfalls ins Krankenhaus gebracht worden.

Die Feuerwehr suchte mit Unterstützung von Wassersportlern im Fluss nach möglichen weiteren Personen. Dabei kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz. Der Schiffsverkehr wurde vorübergehend eingestellt.

Die Brücke verband den nördlichen Prager Stadtteil Troja, wo sich der Botanische und der Zoologische Garten befinden, mit der sogenannten Kaiserinsel.

Die Hängekonstruktion der Brücke stammte aus dem Jahr 1984. Der drei Meter breite Gehweg aus Betonplatten war an Stahlseilen aufgehängt.

Warum die Brücke einstürzte, soll nun ein Statiker klären. Tschechische Medien berichteten, eine für die Prager Brücken zuständige Firma habe bereits vor einiger Zeit auf Korrosion an den Stahlseilen der Betonbrücke hingewiesen.

 krone.at
Redaktion
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