Mo, 11. Dezember 2017

Tier verletzt

01.12.2017 08:43

Hund vor den Augen des Frauerls gewürgt

Wut und Entsetzen, ein Facebook-Eintrag dazu wurde zig-fach kommentiert: In Leoben soll ein Jäger (69) einen Hund vor den Augen seines entsetzten Frauerls am Halsband gepackt, brutal gewürgt, minutenlang mitgeschleift haben! Der Husky erlitt Verletzungen, der Mann schwächt den Vorfall ab, reagierte mit Anzeige.

"Ich hab gedacht, der bringt meinen Hund um", beschreibt die Steirerin den "schlimmsten Moment" in ihrem Leben. Sie ist Montag im Bezirk Leoben spazieren gegangen, "auf einer Wiese wollte ich meine Hündin 'Luna' ein bissl unter Aufsicht rennen lassen". Plötzlich sei der Mann gekommen, "er hatte eine Dose bei sich, mit dem Klackern hat er meinen Hund absichtlich angelockt. Und noch bevor ich sie zurückrufen konnte, hat er sie am Halsband gepackt, sie auf den Rücken geworfen und so brutal gewürgt, dass sie nur noch gehechelt hat!"

Jäger "wollte Kühe schützen"
Die Frau habe geschrien, er möge auslassen, aber der Jäger hätte den Hund über die Wiese in den Wald gezerrt. "Das hat gut eine Viertelstunde gedauert - er hat einfach nicht ausgelassen!" Das bestätigt der Bauer sogar der "Krone" gegenüber, "die wär mir mit dem Hund ja abgehaut, wie hätte ich denn dann die Anzeige wegen Freilaufens machen sollen?" Dass er ihn gewürgt hätte, streitet der Mann ab, sagt: "Ich wollte meine Kühe schützen." Dafür sei er selbst vom zur Hilfe gerufenen Vater der Steirerin attackiert und verletzt worden.

Hund erlitt Kehlkopfschwellung
Der gutmütige Hund, der trotz der schrecklichen Situation nicht zugebissen hatte, erlitt eine Kehlkopfschwellung. Die Frau und ihr Vater wurden vom Jäger angezeigt, der 69-Jährige von ihr. Genau solche Leute verschaffen dem Jägerstand oftmals einen schlechten Ruf! Kein Mensch, kein Jäger oder sonst wer, hat ein Tier so anzupacken, gar zu würgen - oder an ihm seine unkontrollierte Wut auszulassen. Sowas ist schlicht eine Sauerei.

Christa Blümel & Alex Petritsch, Kronen Zeitung

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