"Kritische Phase"

Vermisstes U-Boot: Objekt am Meeresgrund entdeckt

Ausland
22.11.2017 06:36
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Funken Hoffnung bei der argentinischen Marine: Bei der Suche nach dem seit einer Woche verschollenen U-Boot hat ein Flugzeug der US-Navy nach Medienangaben ein Objekt in 70 Metern Tiefe im Südatlantik ausfindig gemacht. Die Suche tritt nach Militärangaben allerdings in eine "kritische Phase" ein, denn an Bord des U-Boots geht der Sauerstoff zur Neige.

Auf dem Radarschirm des US-Flugzeugs sei ein Wärmefleck erschienen, der darauf hindeute, dass es sich um das vermisste U-Boot "ARA San Juan" handeln könnte, berichteten am Dienstag (Ortszeit) argentinische Medien. Ein Mini-U-Boot sei zu dem Punkt 300 Kilometer östlich des patagonischen Hafens Puerto Madryn entsandt worden, um das Objekt zu identifizieren. Das Verteidigungsministerium wollte die Berichte nicht bestätigen.

Krankenhaus in Bereitschaft versetzt
Trotzdem wurde in der patagonischen Hafenstadt Comodoro Rivadavia das regionale Krankenhaus auf Anforderung der Kriegsmarine in Bereitschaft versetzt. Alle geplanten Operationen wurden verschoben und vier Säle freigehalten, um gegebenenfalls die Besatzungsmitglieder des U-Boots einliefern zu können.

Sauerstoff für Besatzung wird knapp
Die internationale Suchaktion nach dem verschollenen U-Boot ist nach Angaben der argentinischen Kriegsmarine in einer "kritischen Phase". Der Kontakt mit dem U-Boot war am 15. November abgerissen. "Unsere Sorge um die Sauerstoffreserve an Bord steigt an", sagte am Dienstagabend der Marinesprecher, Kapitän Enrique Balbi. Das U-Boot mit 44 Menschen an Bord verfüge über Sauerstoff für sieben Tage, wenn es nicht auftauchen kann.

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