Do, 23. November 2017

Kinder verletzt

15.11.2017 10:50

USA: Amokläufer erschießt wahllos vier Menschen

Ein Amokläufer hat in Nordkalifornien ein Blutbad angerichtet: Laut Polizei schoss der Angreifer am Dienstag wahllos um sich und tötete dabei vier Menschen, bevor er selbst von Einsatzkräften erschossen wurde. Der Amoklauf begann in einem Haus im Bezirk Tehama 160 Kilometer nördlich von Sacramento. Anschließend fuhr der Mann durch die Gemeinde und feuerte aus dem Auto heraus - auch an einer Volksschule gab es Opfer.

Der Täter, der 43 Jahre alte Kevin Janson Neal, habe sich seine Ziele wahllos ausgesucht, sagte Vize-Sheriff Phil Johnston. Die Bluttat hatte an der Wohnadresse des Schützen ihren Anfang genommen. Berichten zufolge schoss Neal zuerst auf einen seiner Nachbarn. Anschließend habe er das Auto des Mannes gestohlen und damit seine Wahnsinnsfahrt begonnen. Als der Pkw den Geist aufgab, entwendete er ein zweites Fahrzeug und setzte seine Amokfahrt damit fort.

"Wahllos aus Auto herausgefeuert"
Der Augenzeuge Casey Burnett berichtete der Lokalzeitung "Redding Record Searchlight", der Täter sei "herumgefahren und hat wahllos aus dem Auto herausgefeuert". Ein Anrainer, Brian Flint, sagte örtlichen Medien, sein Mitbewohner sei von dem Amokläufer erschossen worden. "Er ist tot. Er hat es nicht geschafft."

Nach Angaben der Polizei von Tehama County feuerte Neal auch noch an der Volksschule in Rancho Tehama um sich. Dabei wurde ein Kind angeschossen. Die Kinder hatten sich in Klassenzimmern versteckt, als sie von Schüssen getroffen wurden, die von außen durch Fensterscheiben abgefeuert worden waren. Eine Frau und ihr Kind seien zudem in einem Auto sitzend von Projektilen getroffen worden. Mehrere Augenzeugen sprachen von "Hunderten Schüssen" aus unterschiedlichen Schusswaffen. Am Tatort seien drei Waffen gefunden worden: ein halbautomatisches Gewehr und zwei Handfeuerwaffen.

Ergebnislose Debatte über laxe Waffengesetze
Schusswaffenangriffe dieser Art geschehen in den USA immer wieder und lösen regelmäßig ergebnislose politische Debatten über die laxen Waffengesetze aus. So hatte erst vor gut einer Woche ein Schütze ein Blutbad in einer kleinen Kirche in Texas angerichtet. Er tötete 25 Gottesdienstbesucher sowie das ungeborene Kind einer Schwangeren.

Wiederum fünf Wochen davor hatte ein Heckenschütze in Las Vegas das schlimmste Schusswaffenmassaker der jüngeren US-Geschichte begangen. Er feuerte bei einem Countrymusik-Festival in die Besuchermenge und tötete 58 Menschen.

 krone.at
Redaktion
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