So, 17. Dezember 2017

Völlig ausgerastet

14.11.2017 07:31

Häfn-Zündler verletzt erneut Justizwachebeamte

Jener Insasse, der kürzlich seine Zelle in der Justizanstalt Graz-Jakomini beinahe in Vollbrand gesteckt hat, machte am Montagvormittag erneut von sich reden: Bei der Medikamentenausgabe attackierte er eine Justizwachebeamtin und verletzte einen helfenden Kollegen.

Von Wien nach Graz versetzt, hatte der 19-jährige U-Häftling Anfang November seine Zelle in der Justizanstalt Graz-Jakomini angezündet und sich mit Leibeskräften - mit Bissen, Schlägen und Tritten - gegen seine Rettung gewehrt.

Biss-Attacke auf Justizwachebeamtin
Danach in Absonderungshaft verlegt, ging er Montagfrüh auf eine Justizwachebeamtin los: Sie öffnete im Beisein eines Kollegen und eines Auszubildenden die Speiseklappe, um dem Libyer die Medikamente durchzureichen. Da steckte der 19-Jährige seinen Kopf durch, griff nach ihr und versuchte ihr in die Hand zu beißen.

Schnell schritt der Kollege ein, erlitt dabei eine Bänderzerrung und Abschürfungen, während der Häftling weiter in seiner Zelle wütete, die Beamten bespuckte und beschimpfte. Der Verletzte muss mit etwa vier Wochen Krankenstand rechnen, ist dienstunfähig.

"So ein Klientel ist bei diesem Personalmangel nicht zu beruhigen"
"Die Verantwortlichen müssen begreifen, dass so eine Klientel bei diesem Personalmangel nicht zu beruhigen ist. Vollzugsstörer gehören in andere Anstalten verlegt", fordern die Gewerkschafter Mario Raudner und Philipp Reichel.

Monika Krisper, Kronen Zeitung

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