Di, 12. Dezember 2017

In Türkei gefasst

30.10.2017 12:22

Terror-Paar aus Ö wollte Kaufhaus sprengen!

Die Polizei hat bei Großeinsätzen in der Türkei 143 mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz IS festgenommen. Die Zugriffe erfolgten in acht Provinzen. Wie jetzt bekannt wurde, befinden sich auch zwei österreichische Staatsbürger unter den Verdächtigen. Sie reisten aus Wien an und wollten nun ein Kaufhaus in Istanbul in die Luft sprengen!

Die Türkei feierte am Sonntag den 94. Jahrestag der Republik-Gründung. Vor dem Großereignis hat die Polizei bei Razzien 143 IS-Anhänger festgenommen. Sultan Erdoğan macht den IS für zahlreiche Anschläge im Land verantwortlich, zuletzt für einen Angriff in der Silvesternacht im Club Reina.



Beim Großschlag am Samstag klickten nun die Handschellen. In Ankara wurden insgesamt 55 zur Fahndung ausgeschriebene Ausländer festgenommen. Auch in der Millionenmetropole Istanbul wurden zahlreiche Wohnungen gestürmt.

Auto voll mit Bomben
Auch S. P. und M. P. wurden verhaftet. Die Pass-Österreicherin soll gemeinsam mit Komplizen am 28. Oktober ein mit Bomben gefülltes Auto bei einem Einkaufszentrum im Stadtteil Bayrampaşa geparkt haben. Das Fahrzeug sollte in die Luft gesprengt werden. Sicherheitskräfte vor Ort konnten die teuflischen Pläne jedoch durchkreuzen, es kam zu einer Verfolgungsjagd sowie einer Schießerei. Die Frau wurde noch vor Ort gefasst, ihr Ehemann konnte in weiterer Folge ausgeforscht werden.

50 Landsleute auf Weg in Dschihad gestoppt
Die österreichischen Behörden sind mit jenen in Ankara in Kontakt. Zu den Ermittlungen wird keine Stellungnahme abgegeben. Fakt ist: Insgesamt 300 Personen wollten oder sind von Österreich aus in die IS-Zonen Syrien oder Afghanistan gereist, um dort zu kämpfen. 50 wurden gestoppt, 50 starben, 90 kehrten zurück, der Rest ist weiter in der Krisenregion.

Gregor Brandl und Christoph Budin, Kronen Zeitung

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