Mi, 23. Mai 2018

In Pizzeria gerast

15.08.2017 12:31

Fahrer stand unter Einfluss von Medikamenten

Jener Autofahrer, der Montagabend in der Nähe von Paris in eine Pizzeria gerast ist und dabei ein zwölfjähriges Mädchen getötet und 13 weitere Menschen verletzt hat, stand nach Angaben aus französischen Justizkreisen während der Tat offenbar unter starkem Medikamenteneinfluss. Der Täter habe gegenüber der Polizei eingeräumt, dass er vor der Fahrt "eine große Menge an Medikamenten" eingenommen habe.

Zur Klärung des Tatmotivs habe die Aussage des Mannes aber nicht beigetragen, hieß es weiter. Der Beschuldigte habe ausgesagt, am Sonntag einen Selbstmordversuch unternommen zu haben, der aber scheiterte. Daher habe er es am darauffolgenden Tag mit der Fahrt in das Restaurant versucht, hieß es aus Kreisen der Justiz.

Zwölfjährige wurde getötet, 13 Verletzte
Der 1985 geborene Mann hatte am Montagabend in der Ortschaft Sept-Sorts rund 60 Kilometer östlich der französischen Hauptstadt einen BMW in eine Pizzeria gesteuert (Bild unten). Dabei wurden ein etwa zwölfjähriges Mädchen getötet und 13 weitere Menschen verletzt.

Schwerverletzte nicht mehr in Lebensgefahr
Die fünf Schwerverletzten schwebten am Dienstag nicht mehr im Lebensgefahr, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Das betrifft auch den dreijährigen Bruder des Todesopfers. Die übrigen acht Verletzten kamen mit leichten Blessuren davon, wie der französische Innenminister Gerard Collomb mitteilte. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sprach den Angehörigen des Todesopfers und der Verletzten sein Mitgefühl aus.

Der stellvertretende Staatsanwalt von Meaux, Eric de Valroger, erklärte, es gebe "keinen möglichen Zweifel", dass der Mann die Tat vorsätzlich begangen habe. Er schloss am Montagabend aber ein terroristisches Motiv zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus. Im Auto des Beschuldigten wurden keine Waffen oder andere gefährliche Gegenstände gefunden.

Angespannte Sicherheitslage in Frankreich
Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund einer angespannten Sicherheitslage: In Frankreich gilt nach zahlreichen Anschlägen der Ausnahmezustand. Erst vergangene Woche war in einem Pariser Vorort ein Mann mit einem Auto in eine Gruppe Soldaten gerast. In diesem Fall ermitteln Anti-Terror-Ermittler - die genauen Hintergründe sind noch nicht geklärt. Der Fahrer konnte wenige Stunden nach der Tat auf einer Autobahn gestoppt werden und wurde dabei verletzt.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Sie ist eine Fremde“
Hopkins spricht seit 20 Jahren nicht mit Tochter
Stars & Society
Abschied ist fix
Australier James Jeggo verlässt Sturm Graz!
Fußball National
„Sommermärchen“-Ende
Ex-DFB-Chef Zwanziger in WM-Affäre angeklagt
Fußball International
Tipp der Woche
Die richtige Speicherkarte für jedes Gerät
Digitale Trends
Digitale Trends
Gemeinsam statt einsam: Die besten Koop-Games
Digitale Trends
Asylbehörden-Anzeige
Pilz nur einen Tag ohne Strafverfahren
Österreich

Für den Newsletter anmelden