So, 17. Dezember 2017

Tornado bildete sich

11.08.2017 12:42

Jesolo, Caorle und Lignano von Unwetter verwüstet

Drei der liebsten Urlaubsziele der Österreicher sind in der Nacht auf Freitag von einem schweren Gewitter verwüstet worden. Umgestürzte Bäume, aufgetürmte Tretboote, ein Stromausfall und Dutzende verletzte Touristen sowie Einheimische waren die Folge. Ein Tornado fegte über das Gebiet rund um Jesolo, Caorle und Lignano hinweg.

Auf einem Campingplatz in Cavallino-Treporti bei Jesolo wurde eine Frau von einem umstürzenden Baum schwer verletzt. "Ich habe das Gewitter über dem Meer heranziehen sehen und bin zum Campingplatz gelaufen. Die Bäume um mich herum stürzten um, einer traf eine 42-jährige Touristin", berichtete ein Feuerwehrmann, der in Jesolo Urlaub macht, gegenüber einer Zeitung von dem Vorfall. Zusammen mit einem Arzt habe er dann die Frau befreit. Sie hätten die Verletzte dann auf einem Surfbrett zum Strand transportiert, von wo aus sie mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen wurde.

Tornado als unsichtbare Gefahr
Bei dem schweren Unwetter in Norditalien bildete sich sogar eine Windhose. Laut italienischen Behörden hatte sich keine Trichterwolke gebildet - und so war das Wetterphänomen nur sehr schwer zu erkennen. Um die 50 Menschen hätten sich an die Unfallstationen der Krankenhäuser gewandt, nachdem der Tornado die Orte Caorle, Jesolo und San Michele al Tagliamento und Portogruaro traf. Die Verletzten seien von herumfliegenden Gegenständen getroffen worden. Die Meldung, dass ein Mann nach dem Auftauchen der Windhose vermisst wurde, stellte sich laut "La Repubblica" als Fehlalarm heraus.

Der Zivilschutz hatte vor Gewittern, Regenschauern und Hagel sowie starkem Wind in mehreren Regionen im Norden des Landes gewarnt. Am Wochenende waren mehrere Menschen bei schweren Unwettern in Norditalien gestorben.

Wetterextreme: Umwetter im Norden, Waldbrände im Süden
In südlichen Landesteilen fiel dagegen kein Tropfen vom Himmel: Die Hitze hielt an - und damit auch die Waldbrandgefahr. Die Feuerwehr rückte wieder zu zahlreichen Einsätzen aus, etwa 45 Mal wurden beim Zivilschutz Löschflugzeuge angefordert, darunter in Latium, wo sich auch die Hauptstadt Rom befindet, auf Sizilien und in Kalabrien. Im Juli waren die Strände durch Hagel weiß eingefärbt gewesen.

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